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Kontroverse mit Stadt um Integrationsarbeit

Hessisch Oldendorf (pj). Der Verein für Kinder- und Jugendarbeit Hessisch Oldendorf habe „zwei Jahre lang als Träger in einem Kooperationsprojekt ,Integration in Hessisch Oldendorf‘ mit der Stadt Hessisch Oldendorf erfolgreich zusammengearbeitet, nun gibt es Probleme“, wie Christel Detmer, die Schriftführerin und Projektbeauftragte für Integration erklärt. Bürgermeister Krüger erklärt, dass trotz der Differenzen die Zusammenarbeit fortgesetzt werden könne, wenn vom Verein Voraussetzungen erfüllt würden.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 15:05 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 16:21 Uhr

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Hessisch Oldendorf (pj). Der Verein für Kinder- und Jugendarbeit Hessisch Oldendorf habe „zwei Jahre lang als Träger in einem Kooperationsprojekt ,Integration in Hessisch Oldendorf‘ mit der Stadt Hessisch Oldendorf erfolgreich zusammengearbeitet, nun gibt es Probleme“, wie Christel Detmer, die Schriftführerin und Projektbeauftragte für Integration erklärt.
Das Hauptproblem sei die Dienstaufsicht. Diese habe sich mit zunehmender Zeit verschärft und wirke sich auf die Fortsetzung des Projektes aus. „Obwohl der Verein rechtzeitig Folgeantrage an den Landkreis und die Klosterkammer gestellt hat und diese auch bewilligt wurden, gibt es Unstimmigkeiten mit der Stadtverwaltung Hessisch Oldendorf“, erklärt Christel Detmer. Erstaunlich sei, dass entgegen des Beschlusses des Verwaltungsausschusses vom 5. Juni 2008, die Stadt die Auszahlung der versprochenen Mittel bis heute verweigere. Der Ausschuss habe sogar von einer jährlichen Finanzierung von 12  000 Euro gesprochen und als einzige Voraussetzung die Sicherung der Gesamtfinanzierung (anteilig je 12 000 Euro für zwei Jahre von Klosterkammer und Landkreis wie zuvor) gemacht. Die Gesamtfinanzierung sei durch den Verein schon im Dezember 2008 sicher gestellt worden. „Zudem verzögert die Stadt die Bearbeitung eines Bamf-Antrages (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), der sowohl von den hiesigen Bundes- und Landtagsabgeordneten, als auch den zuständigen Gremien befürwortet wurde“, kritisiert der Vorstand des Vereins für Kinder- und Jugendarbeit. Hierbei gehe es „um eine Summe von 150 000 Euro für drei Jahre, zu deren Eigenfinanzierung nur die 12 000 Euro der Stadt Hessisch Oldendorf noch fehlen“. Für Christel Detmer ist unverständlich, dass die Zusammenarbeit nicht mehr klappe, zumal der Vereinsvorstand, „bestehend aus pädagogisch und steuerrechtlich ausgebildeten Fachkräften, und weitere fachlich geschulte Mitglieder des Vereins unter anderem aktiv als Jugendgruppenleiter für die Stadt tätig sind“. Das bisherige Integrationsprojektes war drittelfinanziert über die Stadt Hessisch Oldendorf, die Klosterkammer und den Landkreis Hameln-Pyrmont, jeweils mit 12 000 Euro für zwei Jahre.
„Der Verein übernahm in diesem Zusammenhang die Arbeitgeberfunktion, die Stadt die Dienst- und Fachaufsicht. Diese Dreiecksbeziehung stellte sich später als sehr zeitaufwendig dar, berührte aber niemals die inhaltlichen sozialpädagogischen Aspekte“, betont Christel Detmer.
Für Bürgermeister Harald Krüger „gibt es zwei Seiten der Wahrnehmung“. Auf die Probleme angesprochen erklärt er: „Trotz der Differenzen mit dem Verein für Kinder- und Jugendarbeit wäre die Stadt zu einer weiteren Zusammenarbeit bereit, wenn folgende dafür erforderlichen Voraussetzungen erfühlt wären: Eine von beiden Partnern einvernehmlich beschlossene Vereinbarung muss der zukünftigen Zusammenarbeit zugrunde liegen, die die Rollen, Kompetenzen, Aufgabenfelder, Personaleinsatz und Maßnahmen definiert.“ Bisher sei es jedoch nicht gelungen, diese Vereinbarung zu schließen.
Das Stadtoberhaupt verweist dabei darauf, „dass die Stadt Hessisch Oldendorf seit 1998 zukunftsweisende und sehr erfolgreiche Integrationsarbeit durchführt“. Schon lange widme man sich diesem Aufgabenfeld, die Notwendigkeit kommunalen Handelns sei erkannt und verantwortungsbewusst in Angriff genommen worden. „In Hessisch Oldendorf werden gezielte Integrationsmaßnahmen gefördert und in die städtische Kinder- und Jugendarbeit aufgenommen“, betont Harald Krüger. Er erinnert daran, dass die Stadt die Mitarbeiterzahl im Bereich Integrationsarbeit aufgestockt habe. „Der gewonnene Sachverstand soll auch zukünftig koordinierend und übergeordnet als kommunaler Beitrag für dieses Aufgabenfeld zur Verfügung stehen“, sagt Bürgermeister Krüger.
Vor dem Hintergrund der Diskussion darf man auf die Fachausschusssitzung am heutigen Dienstag gespannt sein. Beginn 18 Uhr im Sitzungssaal 1 des Rathauses. Außerdem geht es in der öffentlichen Sitzung um den Ausbau von Krippen im Stadtgebiet.



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