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Geschwindigkeitsmessungen an der Höfinger Straße in Fischbeck vorgesehen

Kontrollen sollen Raser bremsen

FISCHBECK. Dass innerorts oftmals die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten überschritten werden, ist nichts Ungewöhnliches. An der Höfinger Straße/Kreisstraße 88 in Fischbeck hatten sich Anwohner verstärkt über zu schnelles Fahren beschwert. Nun wurden Geschwindigkeitsmessungen von der Stadt und dem Landkreis durchgeführt.

veröffentlicht am 09.08.2017 um 16:45 Uhr
aktualisiert am 09.08.2017 um 17:30 Uhr

Auf der Höfinger Straße in Fischbeck halten sich Autofahrer oft nicht an die vorgebene Geschwindigkeit. Mehr Kontrollen sollen das ändern. Foto: dana
Johanna Lindermann

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Dass innerorts oftmals die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer überschritten werden, ist nichts Ungewöhnliches. Besonders auffällig soll dies jedoch an der Höfinger Straße/Kreisstraße 88 in Fischbeck sein – mehrere Anwohner hatten sich hier über zu schnelles Autofahren beschwert. Daraufhin wurden nun Geschwindigkeitsmessungen vonseiten der Stadt Hessisch Oldendorf sowie des Landkreises Hameln-Pyrmont durchgeführt.

Zunächst hatte die Stadt aufgrund der eingegangenen Beschwerden eine Geschwindigkeitsanzeige aufgestellt. Gemessen wurde dabei das Tempo der Autofahrer in Richtung Ortsmitte Fischbeck sowie in Richtung Höfingen.

In Richtung Höfingen lag die Durchschnittsgeschwindigkeit dabei bei 56,89 Stundenkilometer. Die sogenannte 85-Prozent-Geschwindigkeit (kurz: V 85), die das Tempo beschreibt, an das sich 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer halten, lag noch etwas höher, nämlich bei 64,7 Stundenkilometer. Richtung Ortsmitte fielen die Werte etwas anders aus. Hier lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 56,77 Kilometern pro Stunde, die V 85 bei 67,8 Stundenkilometern. Dass hier eine geringere Durchschnittsgeschwindigkeit bei höherer V 85 vorliege, läge daran, dass Autofahrer aufgrund von parkenden Fahrzeugen bei Gegenverkehr abbremsen müssten, erklärt die Verwaltung.

Da die Messanlage der Stadt allerdings nicht geeicht sei, könnten die Ergebnisse von den tatsächlichen Geschwindigkeiten abweichen, heißt es von der Verwaltung weiter. Daher wurden die Messergebnisse an den Landkreis Hameln-Pyrmont weitergeleitet, der daraufhin eigene Kontrollen durchführte. Ein Stück hinter dem Ortseingang ergaben sich dabei zwischen 6.20 Uhr und 10.50 Uhr fünf Geschwindigkeitsübertretungen bei insgesamt 225 Fahrzeugen in Richtung Ortsmitte und vier Überschreitungen bei 88 Fahrzeugen in Richtung Höfingen.

Aufgrund dessen werde der Landkreis weitere Geschwindigkeitsüberwachungen im Abstand von mehreren Monaten an der Höfinger Straße durchführen, teilt die Verwaltung mit. Anhaltspunkte für häufigere Messungen gebe es nicht, da keine starken Geschwindigkeitsübertretungen gemessen und dort auch keine Unfälle mit verletzten Personen gemeldet worden seien.

Die Einrichtung einer Tempo-30-Zone ist an der Höfinger Straße hingegen nicht möglich, da dies die Straßenverkehrsordnung auf Kreisstraßen nicht erlaubt. Auch streckenbezogene Geschwindigkeitsbeschränkungen könnten nur dort eingerichtet werden, wo es aufgrund einer erhöhten Unfallgefahr zwingend erforderlich sei. Da die Polizei im Bereich des Ortseingangs sowie auf freier Strecke der Kreisstraße 88 und innerhalb des Ortes in den letzten Jahren keine Unfälle festgestellt habe, komme eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit hier nicht in Betracht, so die Verwaltung.

Auch bauliche Veränderungen der Höfinger Straße, um Raser zu stoppen, seien nicht möglich, da kein Tempo 30 angeordnet werden dürfte. „Außerdem sind die bei den Geschwindigkeitskontrollen des Landkreises mit geeichten Messgeräten festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen so gering, dass auch unter diesem Aspekt vermutlich keine kostenintensiven Baumaßnahmen umgesetzt werden“, so die Verwaltung.

Mein Standpunkt
Johanna Lindermann
Von Johanna LindermannDWZ

Dass immer erst Unfälle passieren und womöglich Menschen zu Schaden kommen müssen, bevor etwas geändert werden kann, ist ein altbekanntes und leidiges Thema. Bleibt zu hoffen, dass verstärkte Kontrollen das Rasen verringern, sodass auch in Zukunft Unfälle ausbleiben.



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