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„Rettet den Süntel“ trifft Minister

Knapp 15 000 Unterschriften gegen weiteren Gesteinsabbau

SEGELHORST / HANNOVER. Vertreter des Vereins „Rettet den Süntel“ haben die Unterschriften von 14 717 Bürgern an Landesumweltminister Olaf Lies (SPD) übergeben. Die Unterzeichner einer Online-Petition wenden sich insbesondere gegen den weiteren Gesteinsabbau im Raum Segelhorst.

veröffentlicht am 19.04.2018 um 17:18 Uhr

Zusammenkunft vor dem Landtag: Brigitte Klein und Rainer Sagawe von der Bürgerinitiative „Rettet den Süntel“ überreichen 15 000 Unterschriften an Landesumweltminister Olaf Lies (SPD, 2. v. li.), beobachtet vom heimischen Abgeordneten Dirk Adomat (SPD
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Nein zum Kahlschlag im Naturschutzgebiet“ – unter dieser Überschrift verlangen die Beteiligten „die Rettung wertvollen Waldes und seltener Biotope, den Erhalt von bereits ausgewiesenen Flora-Fauna-Habitat-Gebieten, den Erweiterungsstopp des Steinbruchs Segelhorst, den sofortigen Rodungsstop und die Wiederherstellung des bereits vor der endgültigen Genehmigung gerodeten Bereichs.“ Der Ramsnacken und das Dachtelfeld sollten als Natura-2000-Gebiet angemeldet und der Konflikt zwischen „Natur- beziehungsweise Menschenschutz und Wirtschaftsinteressen“ gelöst werden.

Weil Lies kurzfristig an einer Sitzung des Umweltausschusses teilnehmen musste, blieb der Abordnung nur wenig Zeit, dem Minister vor dem Landtagsgebäude die Problematik zu erläutern. Sie machten die Konsequenzen der Steinbrucherweiterung für das Naturschutzgebiet Hohenstein und insbesondere das Totental deutlich. „Man konnte den Eindruck gewinnen, dass ihm die Naturschutzargumente bisher nicht so nachdrücklich vorgetragen wurden“, schildert die Vorsitzende Brigitte Klein. Lies habe auf die Untere Naturschutzbehörde verwiesen, die dem Gesteinsabbau zugestimmt habe; das Ministerium als Obere Naturschutzbehörde sehe dabei keinen Fehler. Der Verein greift weniger die Verwaltung an, sondern bemängelt „ein sehr geringes Naturschutzinteresse bei den politisch Verantwortlichen“. Klein erklärt, diese zögen sich „auf verwaltungstechnische Positionen zurück.“ Die Vereinschefin meint: „Man könnte auch sagen, dass die Kommunalpolitik, wozu auch der Kreis Hameln-Pyrmont gehört, die Sache einfach verpennt hat oder sogar die wirtschaftlichen Interessen über die Naturschutzinteressen gestellt hat.“

Lies habe nun zugesagt, sich noch einmal mit der Genehmigung zu beschäftigen. Das Gewerbeaufsichtsamt Hannover (GAA) bearbeitet derzeit den Widerspruch des Vereins gegen die Abbau-Genehmigung. Lies war bekannt, dass das GAA nur noch zirka zwei Wochen Zeit hat, den Widerspruch zu bearbeiten – ansonsten könne man der Behörde Untätigkeit vorwerfen. Anhand der Stellungnahme zu dem Widerspruch will der Verein entscheiden, ob bei Gericht eine Klage eingereicht werden kann oder sollte.

Der Minister betonte seine Gesprächsbereitschaft. Der Verein hat ihn und den heimischen Landtagsabgeordneten Dirk Adomat (SPD) deshalb zum nächsten Waldspaziergang am Sonntag, 6. Mai, um 14.30 Uhr ab dem Parkplatz der Schillathöhle eingeladen.



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