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Arbeiten für Intensivstation vier Monate im Verzug / Geschäftsführer Janosch: Langer Winter ist schuld

Klinikausbau hinkt hinterher

Hessisch Oldendorf. Der Bau einer Beatmungsintensivstation an der BDH-Klinik liegt vier Monate hinter dem Zeitplan. Dies räumte der Geschäftsführer des neurologischen Krankenhauses, Uwe Janosch, im Gespräch mit dieser Zeitung ein. Janosch begründete den Verzug mit dem langanhaltenden Winter und den niedrigen Temperaturen.

veröffentlicht am 02.05.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Ursprünglich sollte die neue Beatmungsintensivstation bis zum Jahresende fertig sein. Dieses Ziel könne die Klinik aber nicht mehr erreichen. Vielmehr werde die neue Station „bestenfalls im Frühjahr 2014“ eröffnet, sagte Janosch. Deutlich teurer werde der Bau damit aber nicht. „Finanziell wird es keine Probleme durch die Verzögerung der Arbeiten geben“, sagte er.

Der Bau der Beatmungsintensivstation ist für die Klinik ein wichtiges Projekt. Solch eine Station „gibt es so in ganz Niedersachsen nicht“, sagte Janosch. Die Station sei „zukunftsträchtig für unsere Patienten und ein wichtiger Schritt für die Zukunftssicherung der BDH-Klinik“.

Insgesamt kostet das neue Gebäude samt Ausstattung rund zehn Millionen Euro. 7,6 Millionen Euro kommen vom Land Niedersachsen, 2,4 Millionen trägt die Klinik selbst dazu bei.

Nach dem Bau wird das Krankenhaus über eine Intensivstation mit 20 Beatmungsplätzen verfügen. Hinzu kommt eine Spezialeinheit für Schlaganfallpatienten, eine sogenannte Stroke Unit, mit vier Betten. Derzeit verfügt das Haus über acht Intensivbetten mit sechs Beatmungsplätzen. Die Intensivbeatmungsplätze ermöglichen die Therapie schwer kranker Patienten. Viele von ihnen kommen derzeit von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zur Frühreha nach Hessisch Oldendorf.

Weil bislang Beatmungsplätze für die Weiterbehandlung fehlen, werden viele Patienten auch in benachbarte Bundesländer gebracht. In dem neuen Gebäude wird dann zudem ein Magnetresonanztomograph (MRT) stehen. Patienten nennen das Gerät umgangssprachlich auch Röhre.

Außerdem erhält das Gebäude eine neue An- und Abfahrt für Rettungswagen, „was die Abläufe in der Klinik deutlich verbessern wird“, sagt Janosch. Mit der Beatmungsintensivstation schafft die BDH-Klinik 40 bis 50 neue Arbeitsplätze. Derzeit arbeiten rund 430 Menschen an dem 240-Betten-Haus.

Derweil geht die Sanierung des Hauptgebäudes seinen Gang. Seit Herbst 2011 wurde auf den drei Etagen und im Untergeschoss des Hauptgebäudes zunächst angebaut, pro Etage etwa 210 Quadratmeter. Danach folgte die Kernsanierung des bestehenden Traktes. Dabei entstehen unter anderem Zweibettzimmer mit behindertengerechtem Bad. Die neuen Zimmer seien moderner und großzügiger, sagte Janosch. Die Kernsanierung kostet rund sechs Millionen Euro und soll zum Jahresende abgeschlossen sein.

BDH, der Name des Klinikträgers, steht für den Bundesverband Rehabilitation. Hauptsitz des gemeinnützigen Sozialverbandes ist Bonn. Der Bundesverband vertritt nach eigenen Angaben seit mehr als 90 Jahren die Interessen von Menschen mit Behinderung und bietet neurologische Rehabilitation. In deutschlandweit sieben Einrichtungen sowie einem ambulanten Therapiezentrum behandelt der Bundesverband Rehabilitation jährlich etwa 10 000 Menschen.

„Wichtiger Schritt für die Zukunftssicherung“: Uwe Janosch, Geschäftsführer der neurologischen BDH-Klinik, vor der Baustelle.rom



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