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Ensemble „Mizwa“ begeistert in der Fischbecker Stiftskirche / Lebendige und fröhliche Facetten jüdischer Musik

Klezmer will den Liedern ein schönes Gefäß geben

Fischbeck (eaw). „Wir haben den Tipp von der Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spiekermann bekommen, denn die ursprünglich vorgesehene Gruppe hatte kurzfristig absagen müssen“, erklärte die Fischbecker Äbtissin Uda von der Nahmer. Der Tipp erwies sich als ein Volltreffer, denn das dreiköpfige Ensemble „Mizwa“ begeisterte die rund 70 Konzertbesucher im romanischen Kirchenbau mit ihrem Programm „Klezmer und Psalmen“ rundum.

veröffentlicht am 15.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 03:21 Uhr

Das Klezmer-Trio „Mizwa“ verbindet Modernes mit trad
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Das 2003 in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover entstandene Trio beschäftigt sich nicht allein mit Klezmer, sondern mit allen Richtungen jüdischen Musikschaffens. „Klezmer, das steht für die fortwährende Integration moderner Elemente in die jüdische Musik“, so Olga Bekkermann, die Sängerin der Gruppe. Zusammen mit Tatiana Kischinewska (Geige) und Alexander Kostowetzkiy (Akkordeon und Keyboard) demonstrierte das Trio die unerhörte Vielfalt der Klezmer-Klänge und spannte den musikalischen Bogen von sakralen, in hebräischer Sprache vorgetragenen Gesängen aus den Psalmen Davids über die typische, stets anlassbezogene Festtagsmusik der osteuropäischen Wanderarbeiter bis hin zu Einarbeitungen südosteuropäischer Motive. Ob „Lomir sikh iberbeten“ (Wollen wir uns versöhnen), der Glückswunsch „Mazl tov“, das aus der Slowakei stammende „Hopkele“ oder Tanzmusik mit „Hora in G“, die drei Musiker machten die ganze Bandbreite der Klezmermusik deutlich.

Der Erfolg liegt in der Offenheit

Klezmer, das bedeutet, dem Lied ein Gefäß zu geben, so die wörtliche Übersetzung. Der Erfolg dieser Musik liege vor allem darin, dass Klezmer sich vielen anderen Einflüssen öffne, so Kostowetzkiy mit Hinweis auf die Klezmer-Renaissance der 70er Jahre in den USA. Mizwa das heiße soviel wie „Gebote und Verbote“, nach denen sich ein Jude zu richten habe, eine Pflicht, die man aus sich selbst schöpfe. „Unser Mizwa“ ist es, sich für die Kultur und den Frieden einzusetzen, so Olga Bekkermann. Sehr langanhaltender Applaus, vereinzelte Bravorufe und zwei Zugaben dokumentierten den Erfolg des Ensembles an diesem Abend in Fischbeck.



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