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Landwirte erwarten gute Ernte / Sorge macht der Markt

Kleine Rüben mit ganz hohem Zuckergehalt

Hessisch Oldendorf (pj). Als der Rübensamen ausgesät wurde, war es trocken. Als die Zuckerrüben Masse bilden sollte, war es trocken und heiß. Die Rüben sind heute kleiner als vor einem Jahr – doch der Zuckergehalt ist höher. Dennoch blicken die Landwirte keineswegs sorgenvoll in die Zukunft. Es vermag noch niemand zu sagen, ob es noch eine Rekordernte wird, doch schlecht wird sie keineswegs ausfallen. Wenn einige Bauern dennoch Sorgenfalten auf der Stirn haben, dann liegt es eher am Markt. „Es fließt wenig Ware“, sagt Peter-Eric Froböse, der Vorstandsvorsitzende des Rübenanbauer-Verbandes. Er spricht von einer „Spekulationsblase“.

veröffentlicht am 10.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 04:41 Uhr

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In den vergangenen Jahren sind rund 200 Rübenanbauer im Bereich des Verbandes der Rübenanbauer im Lippe-Weserraum ausgestiegen. Dies war im Rahmen der neuen Zuckermarktordnung beabsichtigt. „Die Restrukturierung kann als Erfolg bezeichnet werden“, sagt Froböse. Die Zuckerrübenanbauer haben zunächst Einbußen erlitten, doch nun „spricht man wieder über Zuckerrüben und was noch erfreulicher ist, wir können kostendeckend arbeiten“, betont der Vorsitzende.

Seit 1991 ist die Anbaufläche im Bereich der Zuckerfabrik Pfeifer &Langen nahezu gleich geblieben. Sie liegt bei rund 8000 Hektar, auf denen heute von 820 Landwirten Rüben angebaut werden, wie Dr. Hans Coenen, Geschäftsführer der Zuckerfabrik Pfeifer & Langen, am Mittwochabend bei der Versammlung der Rübenanbauer in der Hessisch Oldendorfer Stadthalle erklärte. Im Vorjahr ernteten die Bauern im Schnitt 73 Tonnen pro Hektar. Proberodungen zeigen, dass es in diesem Jahr europaweit eine gute Ernte geben wird. Und dies trotzt der Trockenheit im Sommer. Dr. Hans Coenen erwartet, dass bei uns wieder über 70 Tonnen pro Hektar geerntet werden. „Der Zuckergehalt liegt mit 11,9 Tonnen pro Hektar jetzt schon deutlich höher als 2008“, konnte er erfreut feststellen. Dr. Hans Coenen geht davon aus, dass der Zuckergehalt auf 13.4 Tonnen steigen wird.

Die Kampagne beginnt im lippischen Lage am 28. September. Die ersten Zuckerrüben dürften ab nächster Woche gerodet werden, schätzt Alexander Sommermeier. Der Fischbecker ist Mitglied des Verbandsbeirates. Obwohl sie in der Weserniederung über Kies wachsen, sehen seine Zuckerrüben gut aus. Er kann davon ausgehen, dass sie noch Masse bilden. Anders wird es bei Rüben sein, die bei der Hitze des Sommers bereits anfingen „zu schlafen“, da „geht die Kraft erst einmal ins Blattwerk“, sagt Alexander Sommermeier.

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