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Anstieg um gut elf Prozent / Dafür bietet Hessisch Oldendorf lange Betreuungszeiten und mehr Personal

Kita-Gebühren ziehen ab August kräftig an

Hessisch Oldendorf (doro). Im „moderaten Mittelfeld“ befinde sich Hessich Oldendorf bei den Kita-Gebühren – auch nach der Gebührenanhebung ab August, sagt Fachbereichsleiterin Margareta Seibert. Im neuen Kindergartenjahr wird es für Eltern nämlich teurer. Die Erhöhung für einen Ganztagsplatz ist kräftig: Von 202 auf 225 Euro pro Monat steigt die Gebühr für zehn Stunden Betreuung.

veröffentlicht am 20.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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Zum Vergleich: In Hameln zahlen Eltern für einen Ganztagsplatz mit acht Stunden Betreuungszeit 168 Euro – nach Erhöhung der Preise im August. Während die Betreuungsstunde in Hameln dann 21 Euro (ab 2013 22 Euro) kostet, müssen die Eltern in Hessisch Oldendorf tiefer in die Tasche greifen: Dort kostet die Stunde 22,50 Euro. Der neue Stundensatz wurde auch auf die anderen Betreuungszeiten umgerechnet.

Am teuersten sind die Einrichtungen in Bad Münder (23,50 in 2012 und knapp 24 Euro in 2013) und Salzhemmendorf (26,2 pro Stunde). In Aerzen kommen die Eltern bei der Ganztagsbetreuung derzeit nur auf 145 Euro für neun Stunden Betreuung, eine fünfprozentige Erhöhung ist aber geplant. In Coppenbrügge und Emmerthal liegen die Stundensätze für die Ganztagesbetreuung um die 20 Euro, in Bad Pyrmont bei 15 Euro, dafür ist der Preis für Krippenbetreuung hier am allerhöchsten.

Der Vergleich der Gebühren landkreisweit sei schwierig und hinke an mehreren Stellen, erklärt Fachbereichsleiterin Margareta Seibert. Grund seien unterschiedliche Abrechnungsverfahren, Tarifverträge und Konzepte. Daraus, dass Qualität auch ihren Preis hat, macht sie keinen Hehl: So besteht in Hessisch Oldendorf der Anspruch, dass zum Beispiel immer eine dritte Person bei der Betreuung der unter Dreijährigen anwesend ist, in diesem Fall ein FSJler. Und der kostet eben auch.

Dass die Zahl der Betreuungsstunden in Hessisch Oldendorf recht hoch angesetzt ist, liege daran, dass vielfach die gesamte Betreuungszeit in Anspruch genommen werde. „Die Eltern erhalten damit eine größere Flexibilität in ihrer Tagesgestaltung“, sagt Margareta Seibert. Die Erfahrung zeige, dass Betreuungszeiten unter sechs Stunden kaum nachgefragt würden. Bundesweit gehe der Trend zum Ausbau der Betreuungszeiten in Richtung Ganztagsbetreuung.

Rund 3,3 Millionen Euro braucht die Stadt Hessisch Oldendorf jährlich, um die Betreuungseinrichtungen zu finanzieren. Insgesamt werden in den städtischen Kitas zur Zeit 554 Betreuungsplätze angeboten (Krippen- und Kindergartenplätze insgesamt); nach den Sommerferien 559. Die katholische Kirchengemeinde in Fischbeck bietet weitere 65 Plätze und der Elternverein Kindergarten Lachem-Haverbeck 21.

Gut 600 000 Euro an Zuweisungen schmälern die Last nicht wesentlich: Es verbleiben rund 2,7 Millionen, die von der Stadt zu decken sind. Die Beiträge der Eltern tragen gerade mal mit 13,16 Prozent dazu bei. Mit dem Anteil werden 35 Prozent der Gesamtkosten gedeckt. Der vorherige Kostendeckungsgrad von 31,37 Prozent sei von der Haushaltskonsolidierungsgruppe „kritisch reflektiert“ worden, heißt es vonseiten der Verwaltung. Diese habe die Empfehlung erhalten, die Personal- und Sachkostenerhöhungen zu 100 Prozent weiterzugeben, um ein weiteres Absinken der gedeckten Kosten zu verhindern.

Die Vorgaben der Politik habe man bereits bei der letzten Erhöhung im August 2010 umgesetzt. Allerdings lag da noch keine vollumfängliche Vollkostenrechnung zugrunde. Durch den neuen Ansatz erhöhe sich der Zuschussbedarf und die Kostendeckung sinke ab.



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