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Jugendrat ist Erwachsenen einen Schritt voraus: Neue Bürgermeisterin steht schon fest – sie heißt Julia Aschenbach

Kinder an die Macht

Hessisch Oldendorf. Hessisch Oldendorf hat eine neue Jugendbürgermeisterin: Sie heißt Julia Aschenbach und ist 16 Jahre alt. Gewählt wurde sie bei der jüngsten Sitzung des unter Leitung der Stadtjugendpflege stehenden Kinder- und Jugendrates – als erste Parteilose.

veröffentlicht am 16.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:41 Uhr

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VON ANNETTE HENSEL
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„Ich konnte nicht rechtzeitig da sein, mich also keiner der beiden Parteien anschließen“, so die Schülerin. Ihr Stellvertreter Markus Bode (16) berichtet, welche Themen bereits für die neue Saison diskutiert wurden: „Da manche mit ihrem Auto rücksichtslos und ohne anzuhalten über die Zebrastreifen am neuen Kreisel am Münchhausenring fahren, möchten wir uns dort für mehr Sicherheit einsetzen – und ebenso für eine verbesserte Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer in Rohdental.“

Ein weiterer Punkt auf der Agenda des Kinder- und Jugendrates: „Jugendfreundlichere Umgestaltung der Malschule.“ Außerdem möchte sich der Kinder- und Jugendrat dafür starkmachen, dass die Theatergruppe der Stadtjugendpflege fortgeführt und das Häuschen an der Bushaltestelle Ortfeld in Großenwieden auf die Straßenseite Richtung Hameln verlegt wird. Wichtig sei Bode zudem, unter dem Motto „Pimp your Town“ sein Ziel weiterzuverfolgen, Jugendlichen Politik näher zu bringen. Als Nächstes möchte der Kinder- und Jugendrat sein Projekt „Kino für Kinder und Jugendliche“ umsetzen. „Wir wollen über die Dörfer ziehen und im Wechsel Kinofilme für verschiedene Altersgruppen zeigen“, sagt Bode weiter. Das Dorfkino solle im Herbst starten.

Zur ersten Sitzung nach den Ferien trifft sich der Kinder- und Jugendrat am Mittwoch, 8. Oktober, um 18 Uhr im Rathaus, Interessierte ab zehn Jahren sind willkommen. „Wir werden Landrat Tjark Bartels zu Gast haben“, sagt Aschenbach.

Julia Aschenbach

Im Rahmen des Ferienpasses hatte die ehrenamtlich von Stadtratsmitglied Waltraud Ahrens (SPD) und Mädchentreffleiterin Bärbel Boyer betreute Gruppe zuletzt zur Fahrt ins Klimahaus nach Bremerhaven eingeladen. Organisiert hatte die von der Weserbergland AG und der Stadtjugendpflege bezuschusste Veranstaltung der bisherige Jugendbürgermeister Martin Winter (18), der wegen seines anstehenden Abiturs nicht mehr zur Wahl antrat. „Wir finden, dass Themen wie Umwelt und Klima alle etwas angehen und haben uns deshalb für dieses Reiseziel entschieden“, erklärt er.

Um die Fahrtkosten gering zu halten, machten sich die fünf Betreuer aus dem Kinder- und Jugendrat und 17 Kinder per Bahn auf den Weg. „Wir haben uns um 7 Uhr am Hamelner Bahnhof getroffen, waren gegen 11 Uhr am Klimahaus und haben uns nach dem Mittagessen in Kleingruppen die Ausstellung angesehen“, erzählt Martin über den Tag. „Am meisten haben uns die Klimazonen Arktis und Samoa imponiert sowie die enormen Temperaturschwankungen von minus 9 bis plus 33 Grad.“

Durch Stellwerkprobleme bei der Bahn kehrte die Gruppe erst um 22.45 Uhr nach Hameln zurück. „Es war ein langer Tag mit Superkindern, der sich für alle gelohnt hat“, sagt Martin.



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