weather-image
10°
Pläne passieren Fachausschuss

Keine Bedenken gegen Puten-Ställe

HESSISCH OLDENDORF. Keinen Beratungsbedarf hatte der Planungsausschuss der Stadt Hessisch Oldendorf zu den Plänen einer Landwirtsfamilie in Hemeringen, die Stallanlagen für die Putenmast zu erweitern. Die Mitglieder des Gremiums nahmen die entsprechende Mitteilung der Verwaltung lediglich zur Kenntnis.

veröffentlicht am 10.06.2016 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:54 Uhr

270_0900_1552_lkho101_Puten_cb_0106.jpg
Christian Branahl

Autor

Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Ohnehin ist der Landkreis Genehmigungsbehörde, wo bislang aber noch kein Antrag vorliegt. Landwirt Friedrich-Wilhelm Twick hofft, dass die Unterlagen dazu im Herbst eingereicht werden könnten. Wie berichtet, soll die seit zehn Jahren bestehende Putenmast von bislang 9500 auf künftig 14 900 Plätze erweitert werden. Twick hatte angekündigt, dass die Stallfläche verdoppelt, die Zahl der Puten aber nur um 50 Prozent erhöht werde. Das diene auch dazu, dass der Tierschutz verbessert werde.

Die Dimension der hohen Tierzahl relativierte Twick mit einem Umrechnungsschlüssel, der in der Landwirtschaft als Standard zum Vergleich verschiedener Nutztiere auf Basis ihres Lebendgewichtes gilt: die sogenannte Großvieheinheit, die etwa 500 Kilogramm Lebendgewicht entspricht. Danach würden die knapp 15 000 Puten etwa dem Vergleich in anderen Betrieben entsprechen, 60 Kühe oder 180 Sauen zu halten, wie Twick vorrechnet.

Aus Sicht des Gesetzgebers gelten Anlagen mit unter 15 000 Puten immer noch als bäuerlicher Betrieb mit einem vereinfachten Genehmigungsverfahren. Für andere Tierarten gelten andere Grenzwerte, die im Immissionsschutzgesetz festgelegt sind. Nach diesem aufwendigeren Verfahren hat der Landkreis in den vergangenen zehn Jahren mehrere Tierhaltungsanlagen genehmigt. 2011 für 1632 Mastschweine und 936 Ferkel in Hasperde, 2010 für 1976 Mastschweine in Hohnsen, 2009 für 4382 Mastschweine in Hemmendorf und 84 000 Masthähnchen in Brünnighausen, 2008 für knapp 80 000 Masthähnchen in Hohnsen sowie 420 Sauen und 1400 Ferkel in Selxen, 2007 für 3740 Mastschweine in Eichenborn sowie für 366 Sauen und 1536 Ferkel in Aerzen und 2006 für 2112 Mastschweine in Ohr.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt