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Die Königlichen Schützen verteidigen ihre Heimat gegen die Räuberkompanie mit Säbel, Gewehr und Kanonen

Kavallerieattacken erfolgreich abgewehrt

HEMERINGEN.Es war eine heftige Schlacht, welche die rund dreitausend Zuschauer am Hemeringer Berg beobachten konnten.

veröffentlicht am 24.06.2018 um 19:02 Uhr

Aufmarsch der gegnerischen Truppen und erste Geplänkel auf den Feldern unterhalb vom Hemeringer Berg. Die „Dicke Berta“ feuert in Richtung der Räuber.

Autor:

Peter Hoexter
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Bereits am 6. Mai war die Mobilmachung ausgerufen worden und die waffenfähigen Männer eingezogen, um marodierenden Truppen – den Räubern unter General „Starkstrom“ – Einhalt zu gebieten. Die Heimat und die Sicherheit vor allem der Frauen war in Gefahr! Unterstützt von Alpenjägern unter Hauptmann „Eiche“ und der Kavallerie unter dem Kommando von Rittmeister „Tiefer Fall“ waren die Räuber eine sehr streitbare Truppe. Alle Truppen versammelten sich zunächst in der Ortsmitte, um von dort aus aufs Feld der Ehre, den Hemeringer Berg, zu ziehen. Oberst von Kirchberg machte Meldung an die Obrigkeit: 36 Offiziere, 369 Mannschaften, 48 Damen und 14 Krankenschwestern sowie fünf Kanonen abmarschbereit.

So zogen die Truppen, unterstützt von drei Musikkapellen aus Hemeringen und Halvestorf sowie den Zipören als Ordner in Richtung Hemeringer Berg und formierten sich dort gegeneinander. Den Mannen um König Gerwin I. und seinen Offizieren, Oberst von Kirchberg und Hauptmann „Rammstein“, welche die Schützenkompanie anführten, gelang es auch unter Einsatz der mächtigen Geschütze „Rosalinde“ und „Dicke Berta“ Meter um Meter Boden gut zu machen. Zur Seite standen Ihnen die Buren, und um die Verletzten kümmerte sich das weibliche Sanitätskorps mit den Stabsärzten Dr. Zaster und Dr. Zahnstein. Sie hatten viel zu tun, auf beiden Seiten gab es zahlreiche Verletzte. So war es nicht verwunderlich, das sich beide Truppen auf eine 15 minütige Gefechtspause einigten, zur Aufnahme von Getränken und Versorgung der Verletzten.

Weiter kämpften sich die Truppen der Königstreuen den Berg hinauf – unter heftigem Beschuss der feindlichen Kanonen – und machten ein erstes Kapitulationsangebot an den Feind. Nieeemals! schallte aus den Kehlen der Räuber und Alpenjäger, und die Kämpfe wurden immer heftiger. Kavallerieattacken wurden von der Schützenkompanie ein ums andere mal abgewehrt, und so konnten die Räuber dann doch mangels weiterer Munition zur Kapitulation gezwungen werden. Mit weißer Fahne baten sie um Gnade, und der General übergab dem König seinen Degen. Dieser war gnädig und gewährte dem Gegner „freien Abzug, Versorgung der Verletzten, Rückgabe des Degens und Versetzung der Halbverdursteten Gegner in den vorherigen Zustand“. So fand die nur alle vier Jahre vorgetragene Schlacht mir den rund 500 Aktiven – immerhin etwa ein Drittel der Bevölkerung Hemeringens – ein Gutes Ende. Nicht nehmen ließ es sich König Gerwin I. allerdings, die Festung Königstein, Heimstätte der Räuber, zu schleifen und in Brand zu setzen. Im Paradeschritt zogen die Truppen nach der Schlacht unter Beifall des Publikums in Richtung Schützenplatz, wo an diesem Abend sicher noch die eine oder andere Wunde mit Dr. Zasters Heilwasser begossen wurde. Mehr Bilder finden Sie im Laufe des heutigen Tages unter Dewezet.de

Die Räuber kapitulieren und der General übergibt seinen Degen
  • Die Räuber kapitulieren und der General übergibt seinen Degen
Viele Kavallerieattacken werden mutig vorgetragen
  • Viele Kavallerieattacken werden mutig vorgetragen
Zahlreiche verletzte waren zu beklagen. Dr. Zaster leistete Erste Hilfe
  • Zahlreiche verletzte waren zu beklagen. Dr. Zaster leistete Erste Hilfe
König Gerwin I. grüßt die Menge
  • König Gerwin I. grüßt die Menge
Die Räuber kapitulieren und der General übergibt seinen Degen
Viele Kavallerieattacken werden mutig vorgetragen
Zahlreiche verletzte waren zu beklagen. Dr. Zaster leistete Erste Hilfe
König Gerwin I. grüßt die Menge


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