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Nach drei Jahren Entwicklung haben Klára Schneider und Jochen Lambers Relax-Bogen produziert

Kampfansage an das Knirschen

Coppenbrügge/Hameln (ch). Jetzt geht es den Knirschern an den Kragen: Jochen Lambers und Klára Schneider haben einen sogenannten „Relax-Bogen“ entwickelt, der ein Knirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne verhindern und eine Entspannung der Kaumuskeln erreichen soll. Nach mehr als drei Jahren Entwicklungszeit haben sie ihre Idee jetzt professionell umgesetzt.

veröffentlicht am 02.01.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:41 Uhr

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Es sieht ganz unspektakulär aus. Zwei dünne Drähte, die über ein Mittelstück aus Kunststoff verbunden sind, an den Enden der halbrunden Drahtbögen sind Kunststoffenden befestigt, ähnlich wie sehr kleine Kopfhörer sehen sie aus. Tatsächlich hat sich seit dem Start der Arbeit an dem „Relax-Bogen“ bis zur professionellen Fertigung des Produktes jedoch viel verändert.

„Wir haben uns total gefreut, als jetzt die ersten Bögen geliefert wurden“, sagt Klára Schneider. Zu sehen, dass eine Idee, die man über so lange Zeit verfolgt habe, tatsächlich funktioniere, sei unglaublich spannend. 2009 wandte sich die Physiotherapeutin, die die Massage- und Wellnesspraxis LifeRelax in Hameln leitet, an den Coppenbrügger Zahnarzt Lambers, nachdem sie über mehrere Jahre hinweg beobachtet hatte, wie immer mehr gestresste Patienten zu ihr kamen, die unter Schmerzen und Verspannungen im Kopf, Nacken- und Schulterbereich bis hin zu Rückenproblemen litten. Die Ursache lag jedoch nicht an Schulter oder Rücken, sondern an einer Überlastung der Kaumuskulatur durch übermäßiges Knirschen oder Pressen der Zähne. Häufigste Ursache: Stress. Meist geht es nachts los. Knirschend mahlen die Zähne aufeinander, Ober- und Unterkiefer sind fest zusammengepresst. Die Kaufläche der Zähne schleift sich ab, die Kiefermuskeln vergrößern sich durch das andauernde „Training“, werden größer, Zähne und Muskeln schmerzen. „Gerade bei jungen Leuten kommt das immer häufiger vor“, sagt Lambers.

Um dem Knirschen und Pressen und damit auch den daraus entstehenden Schmerzen entgegenzuwirken, helfe ein sanfter Druck auf sogenannte Triggerpunkte im Gesicht. Die Idee der beiden war, einen Drahtbogen, der ähnlich wie ein Haarreif am Kopf befestigt werden kann, zu konzipieren, der auf die Punkte drücken sollte. „Anfangs war es für uns die große Frage, ob ein Draht den gleichen Effekt hat wie ein Druck mit der Hand.“ Es klappte. Nun galt es, ein professionelles Modell zu entwickeln. Eifrig wurde ausprobiert und gebastelt, mit verschiedenen Drähten und Perlen experimentiert, unterschiedliche Formen des Bogens ausprobiert. Jedes Stück musste in langer Arbeit einzeln direkt am Patienten angepasst und zurechtgebogen werden. Jetzt hat Amir Moazzen aus Berlin die professionelle Produktion übernommen, Ende November wurden die ersten Stücke geliefert, die jetzt im Internet unter www.relaxbogen.de bestellt werden können. Es gibt drei Größen (S, M, L), die sich jeweils nach dem Kopfumfang bemessen.

Schon jetzt seien sie von der Resonanz überrascht, sagen die Entwickler des Relax-Bogens. Nachdem sie auf Facebook gepostet hatten, dass der Bogen fertig sei, zählten sie innerhalb von drei Tagen fast 600 Gefällt-mir-Klicks aus ganz Deutschland. Auch mit anderen Praxen stehen sie in Kontakt, die Interesse angemeldet haben, den Bogen auch bei sich anzubieten. Von der Krankenkasse verschrieben werden kann der Bogen nicht, er ist bislang nicht als Medizin-, sondern als Wellness-Produkt angemeldet.

Als der Artikel über den Relax-Bogen am 5. Juli erschien, war jeder Bogen noch handgefertigt. Jetzt wurde die Idee professionell umgesetzt (siehe unten).



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