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Geschäftsideen für Lange Straße sollen finanziell gefördert werden

Kampf dem Leerstand

Hessisch Oldendorf. Das Thema Leerstand an der Langen Straße ist eines, das nie so wirklich enden will und irgendwie immer Bürger und Politik bewegt. So auch die SPD-Fraktion im Stadtrat und federführend Ortsbürgermeister Claus Clavey. Geht es nach den Sozialdemokraten, so soll die Stadt ab dem kommenden Jahr Geschäftsgründungen in leerstehenden Geschäften mit monatlich 150 Euro unterstützen. Clavey schreibt in dem Antrag, der in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur sowie im Verwaltungsausschuss behandelt werden soll, dass bis zu fünf Gründungen unterstützt werden könnten.

veröffentlicht am 10.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

von christoph Boßmeyer
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Clavey war es auch, der in diesem Jahr mit der Idee vorgeprescht ist, aus der Innenstadt eine Art Outlet-Center zu machen. Vorbild war für den Ortsbürgermeister in dieser Hinsicht Bad Münstereifel. Dort existiert ein solches Outlet-Center. Auch wenn Clavey inzwischen selbst von der Idee abgerückt ist, so will er dennoch etwas für die Innenstadt der Kernstadt tun. „Wenn über das Programm vielleicht keine fünf Geschäftsgründungen erfolgen, sondern nur eine oder zwei, wäre das trotzdem ein Erfolg“, formuliert Clavey den Ansatz des Antrags.

Neben der finanziellen monatlichen Förderung von Gründungsvorhaben sieht der Antrag aber noch weitere Kriterien vor, die zu erfüllen sind. So sollen Vermieter von leerstehenden Geschäftsräumen zehn Prozent Nachlass auf den zuletzt erhaltenen Mietpreis gewähren. Und auch für Vielfalt will die SPD auf der Langen Straße sorgen. Angebote, die es so oder ähnlich schon zweimal in der Langen Straße gebe, hätten keine Chance auf die Förderung. Weiter wünschen sich die Sozialdemokraten, dass sich Geschäfte möglichst langfristig ansiedeln. Gewährt werde die Förderung für bis zu drei Jahre. Schließe ein Geschäft in dieser Zeit schon wieder, entfalle der Zuschuss. Nach drei Jahren sei das dann spätestens sowieso der Fall, aber auch nicht weiter tragisch, denn Clavey geht davon aus, dass sich innerhalb der ersten drei Jahre für gewöhnlich herausstelle, ob eine Geschäftsidee trägt. Zuletzt sollte der Stadt nicht bloß eine Geschäftsidee mitgeteilt werden, sondern im besten Fall auch noch eine Eröffnungsbilanz, aus der hervorgeht, dass die Finanzierung gesichert ist.

Claus Clavey legt Wert darauf, dass der Antrag mit der Fraktion abgesprochen ist. Auch der Werbering finde den Antrag interessant. Für die Lange Straße gibt es aber schon länger verschiedene Bemühungen, für mehr Leben in der Einkaufsmeile zu sorgen. Im Rahmen von „HO baut um“ wurde eine Förderrichtlinie aufgelegt, mit der Sanierung, Umbau oder Rückbau gefördert werden sollten. Der Fokus liegt dabei klar auf der Kernstadt und Heiko Wiebusch, der zuständige Fachbereichsleiter, konnte nach der ersten Bewerbungsphase eine erfreuliche Zahl an Bewerbungen vermelden. Viele bezögen sich auf die Modernisierung oder Sanierung von Gebäuden, die über einen längeren Zeitraum hinweg leergestanden haben. Im Haushalt 2016 sollen die 25 000 Euro, die für die Förderrichtlinie 2015 im Haushalt eingestellt waren, verdoppelt werden. Eine andere Idee, die sich ebenfalls mit der Attraktivität der Innenstadt beschäftigt, ist die Idee der CDU, kostenfreies WLAN anzubieten.

4 Bilder

An der Langen Straße stehen nach wie vor viele Geschäfte leer.Wal (4)



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