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Jury von „Unser Dorf hat Zukunft“ besucht Großenwieden

GROßENWIEDEN. Das Dorf hofft auf einen Gewinn und hat sich von seiner besten Seite präsentiert: Die Jury des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ ist am Mittwoch nach Großenwieden gekommen, um sich innerhalb von 90 Minuten ein Bild von der Ortschaft an der Weser zu machen.

veröffentlicht am 13.06.2018 um 16:41 Uhr
aktualisiert am 13.06.2018 um 18:18 Uhr

Ohne die Weser wäre Großenwieden wohl gar nicht entstanden. Das erfuhr die Jury am Flussufer.
Jens Spickermann

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Vertreter aus der Bürgerschaft gaben sich viel Mühe, die laufenden und abgeschlossenen Projekte sowie das kulturelle und soziale Leben in Großenwieden möglichst ansprechend zu präsentieren.

Großenwieden mit seiner Fähre und dem Radweg sei „das Highlight an der Weser“ warb Bürgermeister Harald Krüger direkt zu Beginn für den Ort, der sich gemeinsam mit Kleinenwieden bewirbt. Mit einer Fährfahrt über den Fluss begann die Tour durch das Dorf; zu Fuß und mit dem Fahrrad besuchten Juroren und Vertreter des Ortes danach verschiedene Stationen. Die in den jeweiligen Bereichen engagierten Vertreter des Dorfes hielten Kurzvorträge. Die Weser sei schon immer prägend und eine Einkommensquelle für Großenwieden gewesen, erläuterte Garnet Klostermann. Der Ort sei ursprünglich nur einstanden, weil die Stelle günstig für eine Überquerung des Flusses gewesen sei. Über die Jahrhunderte hätten die Dorfbewohner zunächst durch die Schifffahrt und den Fischfang Geld verdient – noch heute sei die Weser für den Tourismus wichtig.

Die ersten Eindrücke schienen bei den Juroren gut anzukommen: „Hessisch Oldendorf hat wirklich tolle Dörfer“, lobte Juror Carsten Hettwer. Er sei froh, nun endlich einmal in Großenwieden zu Gast zu sein.

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Auch die Kirche mit ihren historischen Deckenmalereien wurde besichtigt.
  • Auch die Kirche mit ihren historischen Deckenmalereien wurde besichtigt.

Anhand eines Rollenspiels erklärten zwei junge Mütter, dass Großenwieden trotz des demografischen Wandels auch für junge Familien attraktiv sei – eine von ihnen ist für die Familiengründung in ihren Heimatort zurückgekehrt. Mittlerweile würden in dem Weserdorf auch wieder mehr Kinder geboren, erzählte Andreas Hage, der über die Fortschritte in der Dorfentwicklung berichtete. Deswegen werde der Großenwiedener Kindergarten demnächst erweitert – 25 Betreuungsplätze sollen neu hinzukommen.

Eigentlich sei der Kindergarten einmal eine Schule gewesen, die aber wegen zu weniger Schüler geschlossen wurde, so Hage. Das sei erst einmal schade gewesen „aber mit der Schulschließung ging ein Ruck durchs Dorf“, so Hage.

Endpunkt der Bereisung war nach mehreren weiteren Stationen das älteste Gebäude des Ortes – die Kirche mit ihrem angrenzenden Gelände. Angelika Haarmann stellte zum Abschluss noch die sozialen Projekte des „Netzwerkes“ vor, die schon beim letzten Wettbewerb gewürdigt worden waren. Beispielsweise ein Mittagstisch für ältere Leute wird von der kirchlichen Initiative angeboten und eine Gemeinde-Krankenschwester besucht an zwei Tagen in der Woche Hilfsbedürftige.

„Ich fand es sehr beeindruckend, was sie gezeigt haben“, lobte Hettwer zum Abschluss. Wie Großenwieden und Kleinenwieden letztendlich abschneiden werden, bleibt aber abzuwarten.

Mein Standpunkt
Jens Spickermann
Von Jens Spickermann

In Großenwieden wurde viel auf die Beine gestellt – ein gutes Beispiel ist das „Netzwerk“. Das erfuhr die Jury von „Unser Dorf hat Zukunft“ direkt vor Ort. Die Organisatoren der Begehung haben sich jede Mühe gegeben, das Dorf gut zu präsentieren. Doch auch falls es nicht für einen Gewinn reichen sollte, ist klar: Im Dorf bewegt sich etwas – das ist die Hauptsache.

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