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„Mein Entschluss hat nichts mit dem Werbering zu tun“ / Dr. Andreas Beißner steht jetzt allein an der Spitze

Jochen Huch wirft als Vorsitzender das Handtuch

Zersen (bj). „Ich bin ausgebrannt“, sagt Jochen Huch. Und er führt aus: „Es ist der Ärger mit der Stadt, in privatem Bereich ist man einfach flexibler. Da kämpft man wie Don Quichotte gegen Windmühlenflügel.“ Der Vorsitzende des Werberings machte wahr, was er angekündigt hatte, er trat zurück. „Mein Entschluss hat mit anderen Personen zu tun, nichts mit dem Werbering“, betont Jochen Huch.

veröffentlicht am 23.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 14:21 Uhr

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Der scheidende Vorsitzende, der mit großem Engagement gearbeitet hatte, wie seine Vorstandsmitglieder und Bürgermeister Harald Krüger loben, bedauert: „Ich habe nicht so viel bewegen können, wie ich wollte.“ Dr. Andreas Beißner, der bisher gemeinsam mit Malermeister Huch an der Spitze des Verbandes der Einzelhändler, Handwerksmeister, Wirte und Dienstleister stand, wird nun allein bis zur nächsten Wahl in zwei Jahren weitermachen. Der Apotheker findet es „traurig und schade, dass Jochen Huch aufhört“.

Bürgermeister Harald Krüger hebt hervor, dass Jochen Huch und alle anderen Vorstandsmitglieder der Werbegemeinschaft „viel Freizeit opfern“. Und er fügt an: „Dabei sind Sie Geschäftsleute, die sich jeden Tag am Markt behaupten müssen und dann noch Vorstandsarbeit leisten“. Das Stadtoberhaupt kritisiert, dass viele sich einfach zurücklehnen „und den Vorstand arbeiten lassen“. Und der habe nicht nur im vergangenen Jahr viele Veranstaltungen mit Erfolg durchgeführt. Harald Krüger sagt: „Ich bin sicher, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Werbering möglich ist.“ Dass es in der Vergangenheit Reibungsverluste gab, gesteht der Bürgermeister ein.

„Der Vorstand ist gut aufgestellt, wenn er auch ein wichtiges Mitglied verliert“, betont Harald Krüger. Und dann lehnt er sich aus dem Fenster und spricht für die Politiker: „Der Rat schätzt die Arbeit des Werberings, und so bin ich sicher, dass die Unterstützung weitergeht.“ Unterstützt wird die Arbeit des Werberings bisher durch einen Zuschuss aus der Stadtkasse. Wie André Horstmeyer ausführt, wird das Beitragsaufkommen um die Hälfte von der Stadt aufgestockt. Im vergangenen Jahr waren dies bei einem Beitrag in Höhe von rund 17 000 Euro rund 8 500 Euro, die auf dem Konto des Werberings eingingen.

Zwar seien „die finanziellen Verhältnisse geordnet, und es gelingt einigermaßen, mit den Rahmenbedingungen auszukommen“, wie der Banker Horstmeyer ausführt, doch er verheimlicht auch nicht: „Wenn der Zuschuss der Stadt nicht fließt, haben wir nur noch zwei Jahre Spielraum.“ Dass der Verband der Einzelhändler, Handwerksmeister, Wirte und Dienstleister derzeit noch finanziell gut gestellt ist, gehe auf die Fusion von Werbering und Stadtmarketingverein zurück. „Der Kassenbestand konnte einigermaßen gehalten werden“, sagt André Horstmeyer. „Doch es wird immer schwieriger, eine Kostenbeteiligung der Mitglieder zu erzielen.“ Auch Spenden flössen kaum noch. Aus dem Bericht, den der für die Finanzen zuständige Mann im Vorstand am Donnerstagabend in der Pappmühle abgab, geht hervor, dass der Werbering derzeit über rund 33 433 Euro Guthaben verfügt. Im Vorjahr belief sich der Umsatz nach den Ausführungen Horstmeyers auf rund 100 000 Euro. Dabei wurden die Einnahmen in Höhe von 42 155 Euro von den Ausgaben um 532 Euro überschritten. Allein 15 000 Euro wurden für Veranstaltungen aufgewendet. Und dies waren im Vorjahr unter anderem das Osterfeuer, das Felgenfest, die Gewerbeschau „Herbstflair – Wein und mehr“, Martinimarkt und Goldener Advent sowie die Mithilfe beim VW-Veteranentreffen, „der größten Veranstaltung in der Geschichte des Werberings“, wie der Vorsitzende Dr. Andreas Beißner hervorhebt.

Nachdem Werbering und Stadtmarketingverein nach der Fusion Mitgliederverluste zu verzeichnen hatten, hat sich die Zahl nun bei rund einhundert Mitgliedern eingependelt. Derzeit sind es 98 Mitglieder. Austritte können durch Neuaufnahmen ausgeglichen werden.

Dr. Andreas Beißner (li.) dankt seinem scheidenden Mitstreiter an der Spitze des Werberings, Jochen Huch, für die geleistete Arbeit.

Foto: bj

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