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Schatzmeister des OCC spricht von mangelhafter Kommunikation

Jetzt spricht Günther Padberg: „Ich bin menschlich enttäuscht“

Hessisch Oldendorf (doro). „Ich bin vor allem menschlich enttäuscht“, sagt Günther Padberg, ehemaliger Schatzmeister des Oldendorfer Carnevals Club (OCC). Zwar sei es richtig, dass er die Rückgabe einer Spende über 300 Euro „einfach verpennt habe“ – und das sei peinlich genug, so der 60-Jährige – doch damit, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden, habe er wahrhaftig nicht gerechnet.

veröffentlicht am 04.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 12:41 Uhr

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Padberg, der sich nach eigener Aussage für den Zeitverzug bei der Geldübergabe bereits vor der Jahresversammlung persönlich bei Hannelore Amelung sowie beim Vorstand und dem Elferrat entschuldigt hat, kritisiert vor allem die fehlende interne Kommunikation beim OCC. „Zwischen der Vorstandssitzung mit den Kassenprüfern am 1. April und der Jahresversammlung am 25. April ist niemand auf mich zugekommen und hat mich darüber informiert, dass die Kasse nicht entlastet worden ist.“

„Jede Geldbewegung ist dokumentiert“

Abgesehen davon, dass – bis heute – niemand vom Vorstand das Gespräch mit ihm gesucht habe, verwehrt sich der ehemalige Kassierer gegen den Vorwurf, dass Unterlagen fehlen. „Für 2006 und 2007 ist, bis auf die Spende, jede Geldbewegung dokumentiert und durch Kontoauszüge belegt.“ Über die Aussage, dass kein Kassenbuch existiere, kann Padberg nur milde lächeln. „Als das Amt an mich übergeben wurde, gab es schon kein Kassenbuch, und mir ist nicht bekannt, dass je eines existiert hat.“

Besonders gestört hat den ehemaligen Schatzmeister, der seit über 10 Jahren engagiertes Mitglied im Elferrat ist, dass man ihn während der Jahreshauptversammlung nicht mehr zu Wort kommen ließ – mit der Begründung, dass die Abstimmung über die Entlastung der Kasse bereits begonnen habe und dass es nun zu spät sei. „Von den beiden Vizepräsidenten Heiner Amelung und Henning Tebbe hätte ich erwartet, dass man mir das Wort erteilt.“ Spätestens als die Situation eskalierte, hätte der Vorstand eingreifen müssen.

Günther Padberg, der im letzten Jahr zunächst freiwillig vom Amt des Schatzmeisters zurückgetreten ist, weil das Vertrauensverhältnis zum Vorsitzenden Wilhelm Lutter gestört war, hatte das Amt des Schatzmeisters trotz Krankheit nach eigener Aussage nur übernommen, weil Mitglieder des OCC an sein Engagement appellierten: „Der damalige Schriftführer und Schatzmeisters Kees Lakwijk fühlte sich einfach überlastet“, erläutert Padberg.

„Gelegenheit zur Klärung gab es vorab“

„Eigentlich hätte es vorab viele Gelegenheiten gegeben, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen“, sagt der ehemalige Schatzmeister, der sich aufgrund der Aufregung nach eigener Aussage inzwischen in ärztlicher Behandlung befindet. So hätte auch Hannelore Amelung, die monatelang auf den Eingang der Spende wartete, Zeit genug gehabt, Padberg nach dem Verbleib der Spende zu fragen.

„Vielleicht bin ich in der Vergangenheit einigen Leuten zu sehr auf die Füße getreten, und nun gab es eine Gelegenheit, mich plattzumachen“, mutmaßt er.

Der ehemalige Schatzmeister Günther Padberg vermutet, dass er in der Vergangenheit einigen Leuten zu sehr auf die Füße getreten ist.

Foto: doro



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