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Revierinhaber würden Wildkadaver beseitigen – wenn im Gegenzug die Jagdsteuer abgeschafft wird

Jäger machen dem Landkreis ein Angebot

Hemeringen (pj). Bezüglich der Fallwildentsorgung forderte der Vorsitzende der Jägerschaft in der Versammlung des Hegerings Hemeringen die Abschaffung der Jagdsteuer und bot im Gegenzug die Wiederaufnahme der Entsorgung des im Straßenverkehr getöteten Wildes durch die Jäger an. „Die Einnahmen aus der Jagdsteuer stehen in keinem Verhältnis zum Verwaltungsaufwand“, betonte Jürgen Ziegler.

veröffentlicht am 18.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 16:41 Uhr

Kassenwart Markus Möller (v. li.) , Schriftwart Thomas Lücke, di
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Bis zur Anhebung der Jagdsteuer durch den Kreistag war es für die Revierpächter im Landkreis selbstverständlich, das Fallwild von den Straßen zu entsorgen. Aus Protest weigern sich die Jäger seit der Anhebung der Steuer, diese freiwillige Leistung zu erbringen. Jürgen Ziegler kündigte in Hemeringen an, dass bei der Versammlung der Kreisjägerschaft am kommenden Donnerstag in der Hessisch Oldendorfer Stadthalle das Thema Jagdsteuer erneut aufgegriffen wird.

Der Kreisjägermeister und Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Jürgen Ziegler, ging auch auf die Schwarzwildbejagung und die Fallwildentsorgung ein. Das Schwarzwild stelle aufgrund des zunehmenden Maisanbaus zur Energiegewinnung einen jagdlichen Schwerpunkt dar. „Die Reduzierung der Schwarzwildbestände sollte gemeinsames Ziel im Hegering sein“, so der Kreisjägermeister, der die Jagdpächter aufrief, die Schwarzwildjagd durch revierübergreifende Drückjagden weiter zu optimieren.

Hegering Hemeringen zieht Bilanz

Zur Versammlung des Hegeringes Hemeringen konnte Hegeringleiter Björn Oppermann 43 Mitglieder im Gasthaus Forellental begrüßen, darunter auch die neuen Jungjäger Werner Künne und Tobias Heinecker (beide aus Hemeringen). Björn Oppermann ging zunächst auf die Jagdstrecke ein. Der Hegering Hemeringen umfasst das Gebiet der Eigenjagd Rittergut Helpensen sowie die Jagdreviere der Forstgenossenschaft Lachem und der Jagdgenossenschaften Egge, Haverbeck, Halvestorf, Wördeholz und Hemeringen. Auf der Jagdfläche dieser Reviere von rund 5000 Hektar wurden im Jagdjahr neben 199 Rehen auch 139 Wildschweine erlegt und in den heimischen Küchen verwertet. Mit Blick auf die Strecke von 126 Füchsen, 159 Rabenkrähen und 19 Waschbären erklärte Björn Oppermann, dass „die verantwortungsvoll auf diese Wildarten ausgeübte Jagd eine Harmonisierung zwischen den Verlierern, dem Hasen und dem Rebhuhn, und den Gewinnern, den Beutegreifern, der eingeengten und gestörten Lebensbedingungen in der Natur bewirken kann und zum Schutz der Artenvielfalt fortgeführt werden sollte“.

Es folgten Berichte der Obfrau für Naturschutz, Evelyn Puls, und des Obmannes für das Schießwesen, Thomas Jeske. Evelyn Puls erläuterte die Möglichkeiten der finanziellen Förderung bei der Pflanzung von Hecken und Feldholzinseln in landwirtschaftlich genutzten Flächen. Thomas Jeske berichtete über die Aktivitäten und Ergebnisse auf dem Schießstand in Poste- holz und in Buke. „Das jagdliche Übungsschießen dient der Erhaltung und weiteren Verbesserung der Treffsicherheit und ist somit ein wichtiger Bestandteil der waidgerechten Jagdausübung“, mahnte der Obmann und forderte zur regelmäßigen Teilnahme an den Übungsschießen auf.

Bärbel Thomas gibt Kassenführung ab

Aus persönlichen Gründen legte die bisherige Kassiererin Bärbel Thomas ihr Amt nieder. Ein Nachfolger fand sich mit Markus Möller. Björn Oppermann dankte Bärbel Thomas für ihre Arbeit. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in den Ämtern bestätigt.



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