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Fläche zwischen Lange Straße und Paulstraße steht zur Verfügung / Köberle macht seinem Ärger Luft

Investor für Krippenbau in der Kernstadt fehlt

Hessisch Oldendorf (ll). Fehlende Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren beschäftigten auch den Ortsrat der Hessisch Oldendorfer Kernstadt bei der jüngsten Sitzung. „Bürgerfreundlich ist das nicht“, machte das Ortsratsmitglied Torsten Köberle (SPD) erneut seinem Ärger Luft. Bereits vor einigen Monaten hatte der Kernstädter in einer öffentlichen Sitzung darauf hingewiesen, dass es zu Problemen kommen könne. Nun ist er selbst betroffen von der Misere bei den Krippenplätzen. Er versuche seit einiger Zeit vergeblich, einen Krippenplatz zu ergattern, führte das Ortsratsmitglied aus. „Der Bedarf ist ja da“, so Torsten Köberle. Ortsbürgermeister Claus Clavey sieht es ähnlich: „Wer einen starken Wirtschaftsstandort haben will, braucht auch Konsumenten. Und dann brauchen wir auch junge Familien.“

veröffentlicht am 30.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 08:41 Uhr

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Derzeit liegen der Stadtverwaltung 56 Anmeldungen auf Krippenplätze vor – 21 freie Krippenplätze stehen lediglich für das kommende Kindergartenjahr zur Verfügung. Laut Stadtverwaltung sind für das Kindergartenjahr 2010/2011 insgesamt 83 Krippenplätze im gesamten Stadtgebiet vorhanden. Bis zum Jahr 2013 müssen, um den Rechtsanspruch zu erfüllen, insgesamt 111 Krippenplätze bereitstehen.

Neubau scheint in weiter Ferne

„Das Angebot der Kinderbetreuung wird ausgebaut“, so Hartmut Büttner von der Stadtverwaltung. „Aber niemand kann sagen, wie die spätere Nachfrage sein wird. Überkapazitäten kann sich die Stadt nicht leisten“, sagte Büttner. Laut Büttner ist es zwar „beklagenswert, dass man im Kernstadtbereich nicht weitergekommen ist“, allerdings gebe es in Hessisch Oldendorf noch keine Partner für Kinderbetreuungsvorhaben wie etwa in Fischbeck. Dort startet in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde eine Krippengruppe mit 15 Plätzen. Ab September werden die Räumlichkeiten der umgebauten Marienkirche dafür genutzt. Ob in der Kernstadt die geplanten, zusätzlichen Plätze tatsächlich realisiert werden können, steht indes noch in den Sternen. Zwar stehe auf dem ehemaligen Reupke-Gelände in der Langen Straße viel Platz für einen Krippenbau zur Verfügung – ein Neubau scheint im Moment allerdings in weiter Ferne. „Es fehlen potenzielle Investoren“, wie Hartmut Büttner erklärte.



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