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Mitglieder des Kinder- und Jugendrates sind auf der Suche nach Mitstreitern

Interesse an Politik ist gar nicht so uncool

Hessisch Oldendorf (boh). Dem Kinder- und Jugendrat fehle der Nachwuchs, beklagt Jugendbürgermeister Timothy Berlitz. Abhilfe sollen jetzt ein überarbeiteter Flyer sowie ein Plakat machen, die von den Jugendlichen in den Hessisch Oldendorfer Schulen ausgelegt werden. „Eigenwerbung für unsere Arbeit beschert uns hoffentlich neue Mitglieder“, wünscht sich Berlitz. Aber genau das sei das Problem, führt der 16-Jährige weiter aus.

veröffentlicht am 13.04.2010 um 17:15 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 14:41 Uhr

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Ein Problem sei, dass die verbliebenen vier Jugendlichen im Rat verschiedene Schulen in Hameln besuchen, und es somit schwer falle, außerhalb der Ferien an interessierte Gleichaltrige in Hessisch Oldendorf heranzukommen. Trotzdem ist der Kinder- und Jugendrat, der im letzten Jahr das berufliche Ausscheiden von Streetworkerin Stefanie Söhlke verkraften musste und seitdem mit Rat und Tat von SPD-Ratsfrau Waltraud Ahrens sowie der Mädchentreffleiterin Bärbel Boyer betreut wird, bereits beim Martinimarkt 2009 voller Elan auf potenzielle Mitglieder zugegangen. „Die Resonanz war allerdings sehr gering“, bedauert Timothy Berlitz. Für ihn trotzdem kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Nur gemeinsam können wir in der Stadt auch etwas bewegen“, sind sich die Mitglieder sicher.

Deshalb soll der bestehende Flyer in den nächsten Wochen überarbeitet werden. Außerdem sind Ferienpassaktionen geplant. Darüber hinaus lädt der Jugendrat am 29. Juni alle Interessierten ab 10 Uhr ins Rathaus ein. Neben selbst zubereitetem Essen lockt eine Rathausbesichtigung. Auch der Jugendbürgermeister muss neu gewählt werden. „In erster Linie wollen wir für die Kinder und Jugendlichen Transparenz zeigen und unsere Ziele öffentlich machen“, betont Berlitz. Dabei soll den jüngeren Einwohnern Hessisch Oldendorfs und der Ortsteile nicht nur die Arbeit des Kinder- und Jugendrates vorgestellt werden.

Neue Ideen können bereits jetzt an den Kinder- und Jugendrat herangetragen werden, denn „nur, weil wir uns politisch engagieren, sind wir durchaus nicht uncool“, so das Fazit der Sitzung in der Malschule. Und zumindest den 13-jährigen Martin Winter wusste der Rat zu überzeugen – er nahm erstmals an einer Sitzung teil.

Unterstützung hat übrigens auch CDU-Mitglied Sebastian Hoffmann zugesichert, der ebenfalls als Gast anwesend war. Konkrete Vorschläge, die er dem Jugendbürgermeister machte, wurden allerdings von Waltraud Ahrens zurückgewiesen, die der Meinung ist, dass die Jugendlichen nicht nur bereits auf dem richtigen Weg aus der momentanen Krise seien, sondern durchaus selbst Kreativität in den letzten Monaten bewiesen hätten, ohne dabei von Erwachsenen „angeschubst“ werden zu müssen.

Jugendbürgermeister Timothy Berlitz (li.) mit dem Kinder- und Jugendrat sowie Neuzugang Martin Winter (re.). Foto: boh

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