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Bürgerhilfe Nordhorn will demnächst Bauantrag für altersgerechtes Wohnprojekt stellen

Interesse am Reupke-Gelände besteht weiter

Hessisch Oldendorf (doro). Im Mai letzten Jahres hat Georg Kotmann von der Bürgerhilfe Nordhorn sein Projekt für altersgerechtes Wohnen, genannt „Atrium-Wohnen“, im Hessisch Oldendorfer Rathaus vorgestellt. Insgesamt 4,6 Millionen will die Bürgerhilfe in den Bau investieren, der die Baulücke in der Langen Straße schließen soll und für den zwei weitere Häuser abgerissen werden müssen.

veröffentlicht am 10.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

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Die hässliche Baulücke endlich zu schließen, ist auch im Interesse der Stadt. Dass aber dafür die Investoren dafür in der Vergangenheit nicht Schlange standen, dürfte wohl der Grund dafür sein, dass die Kaufoption, die eigentlich im September 2010 abgelaufen war, für die Bürgerhilfe noch einmal bis zum Jahresende verlängert wurde.

Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen: Man sei dabei, „das Finanzielle anzupassen“, sagt Richard Schultz von der SK-Bauplanungsgesellschaft. „Das müsste aus unserer Sicht laufen“, sagt er. Vom Geldinstitut habe man eine mündliche Zusage, ein weiterer Investor „würde es auch allein machen“. Wer am Ende das Geld für die Bürgerhilfe bereitstellen wird und wer der Alleininvestor ist, wollte Schultz nicht sagen, die Hauptrichtung sei aber, mit dem Geldinstitut vor Ort (also die Sparkasse Weserbergland) bei der Errichtung und Vermarktung des Gebäudes und der Wohnungen zusammenzuarbeiten, im Bereich Pflege mit dem „Unbekannten“. Georg Kotmann bestätigt, dass man beabsichtige, im nächsten Vierteljahr zu starten.

Einen ersten Termin hat es bereits gegeben: Mit dem Baudezernenten Hessisch Oldendorfs bei der Bauaufsicht des Landkreises; ein Bauantrag soll demnächst gestellt werden. Meinungsverschiedenheiten gibt es allerdings noch beim Brandschutz. Während Schultz der Ansicht ist, dass eine flächendeckende Brandmeldeanlage ausreichend ist, habe die Brandschutzprüferin des Landkreises damit „Bauchschmerzen“. „Sie möchte in allen Räumen Sprinkleranlagen“ sagt Schultz, „das wäre das erste Mal in einem unserer Häuser.“

27 Pflegeplätze und 25 Wohnungen sollen entstehen, davon 12 Penthouse-Wohnungen. Die 30, 45 bis 60 Quadratmeter großen Wohnungen sollen zwischen 70 000 und 135 000 Euro kosten, können gekauft oder angemietet werden. Außerdem wird die Bürgerhilfe einen eigenen Pflegedienst anbieten.

„Das ist kein glückliches Konzept für Hessisch Oldendorf“, sagt Wilfried Völz, Heimleiter des Seniorenzentrums Eberhard Poppelbaum in der Schulstraße. Er hält die Wohnungen für zu teuer.

„Man muss sich die Bevölkerungsschicht ansehen, hier wohnen Bürger mit einem durchschnittlichen Einkommen“, sagt er, die Käuferklientel aber müsse den Preisen entsprechend sein. Erschwerend komme bei der Bürgerhilfe hinzu, dass sie in Hessisch Oldendorf bisher ein Fremdkörper sei. Nicht ganz unproblematisch sei zudem der eigene Pflegedienst der Bürgerhilfe. „Schließlich haben wir hier vor Ort den Pflegedienst des Roten Kreuzes.“

Bürgermeister Harald Krüger hat für den Januar Arbeitsgespräche angekündigt. Auch mit der Bürgerhilfe sei man weiter im Gespräch. „Allerdings sind wir nach Ablauf der Kaufoption natürlich auch wieder offen für neue Interessenten, da es bisher noch nicht zu einem Abschluss gekommen ist.“

Hessisch Oldendorfs Bürgermeister hofft, dass der freie Platz zwischen Langer Straße und Paulstraße bald bebaut wird.

Foto: ah



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