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Eltern äußern heftige Kritik an den Plänen für Oberschule / IGS-Befürworter wollen eigene Umfrage in der Stadt starten

Initiative „IGS für Hessisch Oldendorf“ fühlt sich verschaukelt

Hessisch Oldendorf (doro). Die Eltern der Initiative „IGS für Hessisch Oldendorf“ sind sauer. Sie fühlen sich verschaukelt, weil die Landesregierung mit der neuen Oberschule ein Modell auf den Weg bringen will, das wirke, als hätte man ein wenig bei den Konzepten von IGS und KGS abgekupfert und auf die Schnelle ein Modell gebastelt, das den Eltern gefallen könnte. „Das ist Etikettenschwindel“, sagt Frieder Nolte. Die Rückwärtsrolle der CDU/FDP regt die Mitglieder vor allem deshalb auf, weil sie die Hürden für ihr eigenes Modell gegenüber der IGS deutlich senke: Während für die IGS immer noch verlangt werde, dass sie fünfzügig laufe, könne eine Oberschule mit gymnasialem Zweig nach den derzeitigen Plänen schon dreizügig starten. Das oft gebrachte Anti-IGS-Argument, dass ein vernünftiges gymnasiales Angebot nur dann funktioniere, wenn genügend Schüler es nutzen, werde für die Oberschule ohne schlüssige Erklärung ausgehebelt.

veröffentlicht am 11.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 03:41 Uhr

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„Das stimmt so nicht“, sagt dagegen der heimische Politiker Otto Deppmeyer. Die Oberschule ähnele vom System mehr der KGS, und die könne dreizügig laufen, weil sie leistungsmäßig gegliedert sei. Kurse könnten dagegen nur aus einem Pool von genügend Schülern gebildet werden. Aber sind die nicht auch Bestandteil der Oberschule?, fragen sich die Eltern.

Ein anderer Punkt, der die Initiative ärgert, ist, „dass für die Oberschule plötzlich das Geld da ist“.

„Im Moment wird mit Geld Meinung gemacht“, zürnen sie. Dass für die IGS, die schließlich auch Bestandteil der Schulstrukturreform ist, der gleiche Betrag bereitgestellt wird, bezweifelt die Initiative. Und noch etwas stört die Eltern: Dass so getan werde, als sei bereits alles entschieden. Obwohl keinem wirklich klar sei, worin eigentlich die Verbesserung gegenüber bewährten Modellen bestehe. „Da werden viele Nebelkerzen gezündet“, sagt Frieder Nolte. Von der IGS dagegen wisse man, dass die Eltern dieses Schulmodell wollen. „Überall im Land gibt es mehr Bewerber als Plätze“, führt Mechthild Clemens an. Und weil das so ist, will die Initiative IGS für Hessisch Oldendorf nun eine eigene Elternbefragung durchführen. „Die erste Befragung des Landkreises hat gezeigt, dass das Interesse in Hessisch Oldendorf groß genug ist.“ Darin, dass die absoluten Zahlen nach dieser nicht ausreichend sind, sieht die Initiative kein Problem, denn viele Eltern hätten ihre Stimme nicht abgegeben. „Dass ein Teil davon für eine IGS stimmen würde, ist sehr wahrscheinlich“, sagt Mechthild Clemens von der Hamelner IGS-Initiative.

Um mit Eltern und Politikern im Gespräch zu bleiben, ist für den 29. November um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Oberschule oder IGS?“ im Kultourismusforum geplant. Eingeladen sind Ulrich Watermann, Otto Deppmeyer, Torsten Schulte und Bürgermeister Harald Krüger.



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