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Eltern sehen Vorteile gegenüber Oberschule mit gymnasialem Angebot / Befragung kreisweit

Initiative bleibt bei Forderung nach einer IGS

Hessisch Oldendorf (bj). „Wir kämpfen nach wie vor für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Hessisch Oldendorf“, meldet sich der Sprecher der Initiative „IGS für Hessisch Oldendorf“, Reinhard von Aulock, zu Wort. Während CDU und FDP im Landkreis eine Oberschule mit gymnasialem Angebot in Hessisch Oldendorf einrichten wollen, drängt die Initiative, unterstützt von Bündnis 90 / Die Grünen, auf eine erneute Elternbefragung. Diese Befragung könne aber erst stattfinden, nachdem den Eltern die Unterschiede zwischen der Oberschule und der IGS erklärt worden sind, sagte kürzlich die Kreistagsabgeordnete der Grünen, Ursula Wehrmann. Problematisch ist es ihrer Meinung nach, dass es für die Integrierte Gesamtschule schon Konzepte und Praxiserfahrung gebe, während an dem inhaltlichen Konzept der Oberschule noch gearbeitet werde. Für eine Befragung ist auch Karsten Hoffmann, Mitglied der Hessisch Oldendorfer Initiative. Er erklärt: „Die Elternbefragung muss kreisweit durchgeführt werden. Wenn in Hessisch Oldendorf eine IGS kommt, haben nämlich mehr Schüler aus Aerzen oder Coppenbrügge die Chance auf den Besuch der IGS in Hameln, weil ja dann dort mehr Plätze zur Verfügung stehen. Ich gehe davon aus, dass daher auch Aerzener Eltern ein Interesse an einer IGS in Hessisch Oldendorf haben.“

veröffentlicht am 24.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:41 Uhr

Reinhard von Aulock
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Erfahrungsgemäß würden mehr Eltern ihre Kinder an einer IGS anmelden als im Vorfeld bei Befragungen angegeben, bestätigt auch Reinhard von Aulock die Notwendigkeit einer kreisweiten Befragung. „Da jetzt schon feststeht, dass im Losverfahren über die zur Verfügung stehenden Plätze an der Hamelner IGS entschieden werden muss, ist unsere Theorie, dass bei einer kreisweiten Befragung auch die Eltern, die nicht aus Hessisch Oldendorf kommen, für die Einrichtung einer IGS in Hessisch Oldendorf stimmen werden.“

Für Reinhard von Aulock, Karsten Hoffmann und ihre Mitstreiter gibt es „noch ein weiteres gutes Argument für eine IGS in Hessisch Oldendorf. Vor dem Hintergrund, dass möglicherweise in Rinteln keine Integrierte Gesamtschule gegründet wird, könnten Schüler aus Orten des benachbarten Landkreises, wie Deckbergen oder dem Auetal, durchaus Interesse an einem Schulbesuch in Hessisch Oldendorf zeigen“.

Die Mitglieder der IGS begrüßen, dass der Chef der CDU-Kreistagsfraktion, Otto Deppmeyer, den Schulstandort Hesissch Oldendorf durch die Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Angebot stärken möchte. Sie bleiben aber bei ihrer Forderung nach einer IGS. Und dies auch aus pädagogischen Gründen: „Das Konzept einer Integrierten Gesamtschule ist für den Standort Hessisch Oldendorf vor dem Migrationshintergrund vieler Schüler das bessere Angebot.“ Reinhard von Aulock fügt an, dass „im Konzert der IGS der einzelne Schüler abgeholt da wird, wo er steht, die soziale Kompetenz verstärkt gefördert wird, und die Schüler besser auf die Arbeitswelt vorbereitet werden“. Damit entspricht die Einschätzung der Initiative der Hessisch Oldendorfer Eltern den gerade veröffentlichten Erhebungen des Gesamtschulverbandes Niedersachsen für den Bezirk Hannover. Dieser Bericht bestätigt nämlich auch für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg den Trend zu einem besseren Schulabschluss an einer Gesamtschule.

Karsten Hoffmann

Wenn der MdL und CDU-Fraktionschef im Kreistag, der Hessisch Oldendorfer Ratsherr Otto Deppmeyer, sich nicht auf die Einrichtung einer IGS einlassen wolle, dann ist es nach Ansicht Hessisch Oldendorfer Eltern ein „Festhalten an den parteipolitischen Vorgaben seiner Partei aus Hannover“.



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