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Schaufenster sollen mit Heimatmotiven aufgepeppt werden / Zunächst nur 30 000 Euro für Stadtmanager: Politik will Überblick behalten

Infotag zum Leerstand – Immobilien können besichtigt werden

Hessisch Oldendorf (gro). Unter Sonnenschirmen des Gäste des Eiscafés Venezia in der Langen Straße sitzt es sich gut, der Blick auf die gegenüberliegende Seite ist dagegen weniger einladend: Das Schaufenster ist mit Holzplatten vernagelt und mit Papier großflächig zugepflastert. „Nicht gerade schön, wenn man hier sitzt“, finden Nancy Ballhausen und Bianca Mever und zeigen der Ansicht den Rücken. Carlo Nicolai, Inhaber des Eiscafés, sieht das nicht so entspannt: Seit einigen Jahren gebe es die in der ganzen Langen Straße und die Gäste stören sich daran. Dass nun leere Schaufenster mit Fotoansichten aus der Region versehen werden sollen, findet er gut: „Alles, was dazu beiträgt die Ansicht zu verschönern kann nur förderlich sein.“ Eine Idee wäre, Künstlern die Möglichkeit zu bieten, ihre Werke in den leeren Schaufenstern zu präsentieren.

veröffentlicht am 07.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:21 Uhr

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Rund 1500 Euro sollen investiert werden, um den negativen innerstädtischen Gesamteindruck durch die leeren Schaufenster zumindest teilweise zu beseitigen. Nach Absprache mit den Hauseigentümern sollen zehn Schaufenster mit Folien (200 mal 80 Zentimeter pro Fenster) abgeklebt werden, auf denen touristische Motive, wie zum Beispiel die Schillat-Höhle oder das Stift Fischbeck, abgebildet sind. Das teilte Nadine Johanning von der Schlichte Group mit, die Stadtmanager bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur vertrat. Stefan Schlichte konnte aufgrund einer terminlichen Überschneidung nicht teilnehmen, wie er sagt. Insgesamt handele es sich um elf Häuser mit Schaufensterleerständen, so Johanning.

Zur Schaufensteraktion gehört auch ein „Info-Tag zum Leerstand“. Er soll in Zusammenarbeit mit der IHK, der Wirtschaftsförderung der Stadt und des Landkreises sowie den Hauseigentümern durchgeführt werden. Es werde Informationen über Existenzgründungsförderungen geben sowie die Möglichkeit, sich leerstehende Immobilien anzusehen, geben. Hauseigentümer und Makler sollen eingebunden werden. Zentral könne der Tag im Kultourismusforum stattfinden – nach den Sommerferien und vor der Gewerbeschau. Die Kosten dafür werden mit knapp 6000 Euro kalkuliert. Für den „Fahrschein Hessisch Oldendorf“ mit PR-Kampagne sind weitere 8746 Euro vorgesehen. Insgesamt werden 30 000 Euro für die Maßnahmen zur Verfügung stehen. Aufgehoben werden sollte der Sperrvermerk im Haushalt ursprünglich für 55 000 Euro. Doch darüber, wofür das Restgeld ausgegeben wird, möchte die Politik ein Wörtchen mitreden. Ausdrücklich stellte das Werner Buchmeier (CDU) fest: „Ich erwarte, dass hier alle an einem Strang ziehen. Was positiv für die Stadt ist und geholt werden kann, sollte man zumindest zuerst einmal anhören und nicht gleich ablehnen. Die Zusammenarbeit aller muss hier gravierend besser werden.“

Weitere Projekte des Stadtmarketings, wie „Tankstelle Schrader“, wurden von Nadine Johanning vorgestellt. Die unansehnliche und hässliche Ecke könne durch eine Käferskulptur aufgefrischt werden (2500 Euro). Für die Neugestaltung der Blumenecken seien 8000 Euro vorgesehen. Die Austeilung von „Parkknöllchen“ an Falschparker soll unterbleiben. Sie sollen „freundlich, aber bestimmt“ auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden, mit dem Hinweis „das eingesparte Verwarngeld dann doch besser im Einzelhandel auszugeben“. Weiterhin ist vorgesehen, das Weinfest und die Gewerbeschau zusammenzulegen und das Ganze als Stadtfest auszuloben. Das leerstehende „Pörtnerhaus“ könne als Ausstellungsfläche für die Gewerbetreibenden integriert werden.



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