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Gänse beenden ihren Winterurlaub in Hessisch Oldendorf

In V-Formation zurück nach Sibirien

Hessisch Oldendorf. Nachdem der Winter hitzefrei hatte, macht sich mittlerweile Vorfreude auf den Frühling breit. Ein paar Schneeglöckchen stehen schon am Wegrand und einige Tiere verlassen ihre Winterquartiere. Nur ein paar Vögel haben anscheinend noch nicht begriffen, dass das milde Wetter das Schöne ist. Sie verziehen sich nach milden Wochen noch weiter in Richtung Norden und beenden ihren Urlaub im Weserbergland. Der war für sie praktisch ein Abstecher Richtung Süden, also ins Warme, denn die arktischen Temperaturen weiter nördlich trieben sie in den aus ihrer Sicht kuschelig-milden Winter hierzulande. Etliche Gänse und Schwäne flogen bereits Anfang Dezember im Wesertal ein – und wurden natürlich auch gezählt.

veröffentlicht am 22.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

von Dietmar Meier
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Die ersten Zählungen erfolgten bereits Mitte Dezember des vergangenen Jahres. So wurden am 14. Dezember insgesamt 21 Singschwäne im Raum Hessisch Oldendorf gezählt. Mitte Januar waren es dann schon über 40. Kurze Zeit später kamen noch einmal 20 Vögel dazu. Die Mitteilung, dass aufgrund des milden Winters die Singschwäne fehlen oder erst Mitte Januar eingetroffen seien (wir berichteten), kann anhand der vorgenannten Beobachtungen zumindest für den heimischen Raum nicht bestätigt werden.

Auch die nordischen Bläss- und Saatgänse waren bereits vor dem Jahresende bei Hessisch Oldendorf anzutreffen. Eine Zählung vom 25. Dezember im Raum von Hessisch Oldendorf ergab neun Bläss- und 60 Saatgänse. Auch ihre Zahl erhöhte sich Beobachtungen zufolge kontinuierlich bis Ende Januar 2014. So wurden dort bei den Rastvogelzählungen am 27. Januar insgesamt 28 Bläss- und 73 Saatgänse gezählt. Einer weiteren Zählung am 4. Februar zufolge ist die Zahl der Saatgänse nochmals auf 137 angewachsen.

Zu den ganzjährig in den Weserauen lebenden Graugänsen kommen über die Wintermonate weitere Artgenossen (sogenannte Teilzieher) hinzu. Ihre Vorkommen konzentrieren sich Beobachtungen zufolge auf die hiesigen Kiesabbaugebiete. Bei Fischbeck wurden am Ende letzten Jahres etwa 341 Graugänse gezählt.

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Während diesen Winter sowohl Bläss- und Saatgänse als auch die Singschwäne meist an einem Ort blieben und sich dort Futter suchten, wechselten die Graugänse Beobachtungen zufolge häufiger die Reviere. Die Ursache dafür können aber auch Störungen wie Lärm oder häufiger Hundebesuch sein.

Auf der Weser und auf den Kiesteichen tummeln sich derzeit auch größere Gruppen von Reiher- und Tafelenten. Vereinzelt sind auch Spießenten, Schellenten und Gänsesäger mit von der Partie. Heimische Wasservögel wie die Haubentaucher, Stockenten und Blässhühner runden dort die Artenvielfalt ab. Auch wenn der Februar als Hauptwintermonat bezeichnet wird und es im März wie im letzten Jahr womöglich noch kalt werden sollte, ziehen Bläss- und Saatgänse bereits jetzt nach und nach zurück in ihre Brutgebiete, die teilweise in Nordsibirien liegen. Die Singschwäne lassen sich etwas mehr Zeit und ziehen hingegen erst ab Mitte März zurück in die Tundren, wo sie in dem kurzen Sommer ihre Jungen großziehen.

Aber noch lässt die arktische Wasservogelwelt grüßen. Komische Geräusche inklusive, denn die Singschwäne geben – anders als ihr Name vermuten lässt – keinen Gesang, sondern nasale Laute von sich. Verbal unterstützt werden sie durch das hektische „Jiffeln“ der nordischen Gänse, deren Rufe in den nächsten Tagen nach und nach in der Ferne verstummen werden, ehe sie im nächsten Winter wieder an die Weser zurückkehren.

Unweit der Weserbrücke in Hessisch Oldendorf ziehen Gänse in V-Form gen Norden. Die Graugänse genießen die Sonne am Weserufer bei Kleinenwieden (links unten) und die Blässgänse sammeln sich auf einem abgeernteten Acker südlich der Stadt.

Dietmar Meier



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