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Morgen kommt die Kommission und bewertet die Arbeit der Einwohner für ihr Dorf

In Fuhlen ist die Zukunft mit Händen greifbar

Fuhlen (bj). Von Anspannung oder Nervosität keine Spur bei den Mitgliedern der Fuhlener Dorfgemeinschaft, die sich in der Bäckerscheune treffen, um die Präsentation ihres Dorfes beim Bezirkswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu planen. „Wir liefern kein fertiges Produkt, sondern zeigen, dass die Arbeiten in unserem Dorf ein Prozess sind und in die Zukunft weisen“, sagt Hanna Meyer.

veröffentlicht am 18.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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Noch nicht fertig – besser gesagt gerade einmal angefangen – haben Teilnehmer des Arbeitskreises mit einem Theaterstück, das den Abschluss der Bereisung bilden wird. „Die Idee stammt von Finn Koch und Philipp Loges. Die beiden Mitglieder unserer Theatergruppe haben das Stück selbst geschrieben. Wir treffen uns heute das erste Mal und wissen bisher nur, dass es ein Gespräch zwischen einem Städter und einem Fuhlener sein wird“, verrät Heiko Wiebusch.

Am 19. Juni wird die Kommission das Siegerdorf des letztjährigen Kreiswettbewerbs bereisen. Acht Dörfer nehmen daran teil, darunter auch Börry aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont, drei kommen in den Landeswettbewerb. Damit sich das Weserdorf beim Besuch der Kommission wieder von seiner schönsten Seite zeigen kann, engagieren sich viele Einwohner aus freien Stücken. So wie Hans Gahl, der noch spontan einen bepflanzten Blumenkasten an den Holzzaun der neuen Pergola an „Nagels Eck“ hängt. Vor allem an den Wochenenden herrscht in allen Ecken des Dorfes geschäftiges Treiben. Da werden zwei Holzbänke auf Sandsteinblöcke montiert, Brückengeländer repariert, Beete gekrautet und Grünflächen gemäht.

Alle Verantwortlichen sind sich sicher, dass das Engagement der Einwohner nicht zuletzt auch darauf beruht, „dass wir alle mitnehmen und Verantwortung übertragen“, so Ratsherr Kai-Uwe Eggers. Das tut auch Ruth Klages, Chefin der Blumendiele, wenn sie vollkommen unvorbereitet zum Fährloch gerufen wird, um mit dem Baggerfahrer Entscheidungen zu treffen. „Ruthchen, Du machst das schon mit der Bauleitung“, versichern die Teilnehmer der „Arbeitsgruppe Präsentation“, die sich an diesem Abend trifft.

„Auch die Wiederherstellung des Fähranlegers ist ein zukunftsweisendes Projekt und war in unserem Plan noch nicht an der Reihe. Nun hat es aber ganz kurzfristig in einer konzertierten Aktion mit Stadtverwaltung, Ortsbürgermeister Jost Beckmann und der Dorfgemeinschaft die Möglichkeit gegeben, mit einem Bagger das Fährloch freizuräumen“, erklärt Heiko Wiebusch. Und diese Gelegenheit könne man sich nicht entgehen lassen. Um die weiteren Arbeiten am alten Fährloch werde sich das Team der Flößer und Wassersportler kümmern. Sie werden das Fährloch auch pflegen und Patenschaften dafür übernehmen, betont er.

Wenn die Vertreter der Vereine, der Kirche und des Arbeitskreises auch noch nicht wissen, wie ihr Theaterstück zum Abschluss der Bereisung enden wird, „eins wissen wir schon heute ganz genau. Wir feiern ein Dorffest“, sagt Lea Bücher. Und das beginnt bereits, bevor die Kommission im Weserdorf eintrifft. „An dem Tag gibt es eine Sondersuppenküche. Von 12 Uhr bis 14 Uhr ist das der Start für die Dorfbewohner“, erklärt Hanna Meyer. Möglichst viele Einwohner sollen dabei sein, wenn die Kommission nach ihrer 45-minütigen Rundfahrt mit den Planwagen gegen 16 Uhr am Backhaus eintrifft. „Wir Bäcker heizen das Backhaus an und backen für die Teilnehmer der Kommission, aber vor allem auch für uns im Dorf“, verspricht Jürgen Zarwell, der mit Winfried Dorndorf das Duo der Hobby-Bäcker bildet. „Es soll ein Fest für uns alle in Fuhlen werden, egal wie wir im Wettbewerb abschneiden“, sind sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe einig.



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