weather-image
Familiengruppe in Rumbeck eingeweiht / In Hemeringen stehen noch elf Kinder auf der Warteliste

In die Kinderbetreuung kommt Bewegung

Rumbeck/Hessisch Oldendorf (ah/doro) „Familiengruppen sind für Hessisch Oldendorf ganz neu“, erklärte Birgit Weber, verantwortlich für die Kindergärten im Südweserbereich, bei der Einweihung der neuen Familiengruppe in Rumbeck. Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden nun gemeinsam mit vier Kindern im Krippenalter betreut. Birgit Weber schätzt das gruppenübergreifende Arbeiten: „Die Kinder lernen voneinander.“

veröffentlicht am 10.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 01:41 Uhr

270_008_4198602_lkho114_10.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Erst vor zwei Jahren war der Kindergarten erweitert worden, für die Familiengruppe wurden zwei ehemalige Umkleideräume des MTV Rumbeck in einen Bewegungs- und einen Lagerraum umgewandelt. Eine zweite Garderobe, eine Tür zum Gartenbereich und Sicherheitsvorrichtungen für die Jüngsten wurden eingebaut, eine Wickelkommode aufgestellt. Den Kindern steht neben dem großen Gruppenraum eine wunderschöne Spielwohnung und ein gemütlicher Ruheraum zur Verfügung.

„Mit der Familiengruppe sichern wir die wohnortnahe, familienfreundliche Kinderbetreuung“, betonte Bürgermeister Harald Krüger. Laut Margareta Seibert belaufen sich die Kosten auf 32 185 Euro; 20 000 Euro stammen aus Bundes- und Landesmitteln, 8000 Euro übernimmt der Landkreis, 4000 Euro die Stadt.

Während in der Familiengruppe in Rumbeck paradiesische Zustände für die unter Dreijährigen herrschen, stehen in der Kindertagesstätte in Hemeringen immer noch elf Kinder auf der Warteliste. Zwei davon konnten jetzt nach Rumbeck vermittelt werden, bleiben neun Kinder ohne einen Platz. Ab Dezember soll deshalb eine weitere Kleingruppe mit zehn Plätzen für 3- bis 6-Jährige in Rumbeck eröffnet werden. Auch nach Fuhlen könne man im Notfall noch ausweichen, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Margareta Seibert. So kämen auch die Kinder, die auf der Warteliste stehen, zu ihrem Platz – wenn die Eltern das wollen.

270_008_4198599_lkho112_10.jpg

Oft sei es so, dass Eltern ihre Kinder wohnortnah unterbringen möchten und im Fall einer Ausweichmöglichkeit – und sei es nur im Nachbardorf – lieber verzichten. Auch Nachmittagsbetreuung ist wenig beliebt: 27 Plätze sind zur Zeit allein in Hessisch Oldendorf noch frei.

Das Problem Platzknappheit am Vormittag wird es allerdings in Hemeringen im nächsten Jahr aller Voraussicht nach nicht geben: Die ersten Ausschreibungen für den Rohbau der geplanten Kindertagesstätte sind rausgegangen, mit der Fertigstellung des Baus wird für das nächste Kindergartenjahr gerechnet. Ein Sachstandsbericht folgt heute im Bauausschuss.

Ein weiterer Grund dafür, dass es „im nächsten Jahr auf der Südweserseite überhaupt kein Problem“ geben wird, wie die Gleichstellungsbeauftragte ankündigt, liegt darin, dass 24 Kinder auf einmal eingeschult werden.

Dass nicht nur die räumlichen Verhältnisse stimmen müssen, darüber informierte am Wochenende eine Infobörse im Kultourismusforum, zu der die Gleichstellungsbeauftragte eingeladen hatte. Dort wurden Projekte zur Umsetzung des Bildungsauftrages zusammengetragen, die zum Teil in Kooperation mit Grundschulen entwickelt und initiiert wurden. „Bildungsprozesse beginnen längst vor der Schulzeit“, erklärt Seibert.

Städtische Kinderbetreuungseinrichtungen und zwei Grundschulen stellten ihre Projekte vor; so wie das „Englisch-Projekt“ des Sonnental-kindergartens unter der Leitung von Erzieherin und Muttersprachlerin Cornelia Hill. Anschließend hatten die Eltern die Gelegenheit, sich bei den Pädagoginnen und an Schautafeln zu informieren sowie Arbeitsmaterialien zu begutachten. Das beste Konzept hatte Clownin Mimi alias Daniela Moritz in der Tasche: Sie förderte das Lachen...

Gleichstellungsbeauftragte Margareta Seibert (Mitte) informiert sich, wie der Kindergarten Zersen den „Schneckentag“ präsentiert.

Der neue Bewegungsraum, in dem sich auch ehemalige Kindergartenkinder mehr als wohlfühlen.

Foto: ah

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare