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Horst Schulz-Achelis geht und mit ihm ein Kapitel Hemeringer Kirchenmusikgeschichte

In der Gemeinde ist und bleibt er zu Hause

Hemeringen (ah). „Horst Schulz-Achelis ist einer, der Türen öffnet“, sagen Werner Beeke und Pastor Wolfgang Tonnat im Rückblick, „eine Seele“, fügt Kirchenvorsteherin Ursula Herschel hinzu.

veröffentlicht am 04.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 02:21 Uhr

„Horst Schulz-Achelis ist einer, der Türen öffnet“,
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55 Jahre war er als Organist, Kantor und Lektor in der Hemeringer Petruskirche tätig; erst kürzlich feierte der gebürtige Posener seinen 80. Geburtstag. In einem Festgottesdienst wurde er am Sonntag verabschiedet. Für die musikalische Gestaltung sorgten Familienangehörige, Kirchenkreiskantor Professor Hans Christoph Becker-Foss an der Orgel und der katholische Kirchenchor, die Predigt hielt Superintendent Philipp Meyer.

1954 kam der spätere Schulleiter als Lehrer nach Hemeringen und übernahm Ende Oktober die Organistenstelle in der Petrusgemeinde – „meine erste und letzte Stelle“, wie er lächelnd bekennt. Da er auch Flügelhorn spielte, überreichte ihm der damalige Pastor eine Posaune und übertrug ihm die Leitung des Posaunenchores, die er bis 1999 innehatte. Als aktives Mitglied bleibt er der Gruppe erhalten – „es bereitet mir so große Freude“, sagt Schulz-Achelis. Außerdem leitete er den Chor und die Flötengruppe, in der seine Frau Gisela maßgeblich mitwirkte. Alljährlich trat er im Advent mit seinem Bruder, dem Flötisten Reinhard Schulz, auf. „Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd“, erklärt er – die Mutter war Oratoriensängerin, der Vater, ein Pastor, studierter Kirchenmusiker.

Horst Schulz-Achelis hatte von der Orgelempore aus nur über einen Spiegel Blickkontakt zum Altarraum.

„Er war weit weg – und doch dicht bei uns“, beschreibt es Pastor Jens Riesener und ergänzt: „Sein Abschied hinterlässt eine Lücke.“ Riesener erinnert an viele schöne Gottesdienste „in großer Harmonie, Abstimmung und wunderbarer stiller Verbundenheit“. Der scheidende Musiker betont: „In der Gemeinde bin und bleibe ich zu Hause.“

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