weather-image
33°

In der Altstadt knallen zu Silvester keine Raketen mehr

Hessisch Oldendorf (red). Krachende Silvesterraketen, vernebelte Straßen und laute „Aaaah- und Ooooh-Rufe“ wird es in der Hessisch Oldendorfer Altstadt ab diesem Jahr nicht mehr geben. Die Knallerei mit Böllern und Raketen ist ab sofort verboten.

veröffentlicht am 29.12.2009 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 23:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hessisch Oldendorf (red). Krachende Silvesterraketen, vernebelte Straßen und laute „Aaaah- und Ooooh-Rufe“ wird es in der Hessisch Oldendorfer Altstadt ab diesem Jahr nicht mehr geben. Die Knallerei mit Böllern und Raketen ist ab sofort verboten. Denn, die im Juli beschlossene Verschärfung des Sprengstoffgesetzes trifft nun auf mehr Orte zu als vorher, und hat daher auch Auswirkungen auf Stadtgebiete in Hessisch Oldendorf. Das Bundesgesetz verbietet, in unmittelbarer Nähe von Fachwerkhäusern Böller und Silvesterfeuerwerk abzubrennen.
 Die Verwendung von Feuerwerkskörpern war in der Vergangenheit schon in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern und Altersheimen im Wesentlichen zur Sicherstellung des Lärmschutzes untersagt. Nun wurden Reetdach- und Fachwerkhäuser aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes in das Verbot zusätzlich aufgenommen.
 „Vorsicht ist demnach in der gesamten Altstadt von Hessisch Oldendorf zwischen Paulstraße, Wallstraße, Süd- und Schulstraße geboten. Fachwerkhäuser stehen aber auch in fast allen historischen Kernen der Dörfer rechts und links der Weser“, informiert Hermann Faust von der Stadt Hessisch Oldendorf.
 Wegen des bevorstehenden Jahreswechsels wurde per Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit festgelegt, wie der unbestimmte Rechtsbegriff „unmittelbare Nähe“ in Verbindung mit Reetdach- und Fachwerkhäusern auszulegen ist. Das Ministerium macht die „unmittelbare Nähe“ abhängig vom verwendeten Feuerwerkskörper. Bei handgeworfenen pyrotechnischen Gegenständen, sprich Böllern, geht der Gesetzgeber davon aus, dass ein Schutzabstand ausreichend ist, der gerade außerhalb der Wurfweite liegt. Dass seien in der Regel 25 bis 30 Meter. Bei den Sylvesterraketen macht das Ministerium noch strengere Auflagen, weil das Brandrisiko und auch die Reichweite von Raketen höher sei. Wer eine Rakete abfeuern will, der muss zu Reetdach- und Fachwerkhäusern einen Mindestabstand von 200 Metern einhalten, so der Erlass. Wer gegen das Gesetz verstößt, begeht übrigens eine Ordnungswidrigkeit. Wer dabei erwischt wird, kann mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu mehreren tausend Euro rechnen. Mehrere Fachwerk-Städte, darunter Hameln und Goslar haben bereits angekündigt, dass Verbot strikt durchsetzen
 Die Verbrauchermärkte haben gestern mit dem Verkauf von Feuerwerkskörpern für die Silvesternacht begonnen. Handel und Industrie erwarten, dass die Bundesbürger auch in der Krise nicht am Silvester-Feuerwerk sparen. „Wir hoffen, den Umsatz des letzten Jahres mit 109 Millionen Euro wieder zu erreichen“, sagte Klaus Gotzen, Geschäftsführer des Verbandes der Pyrotechnischen Industrie (VPI), am Dienstag in Ratingen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass in schwierigen Zeiten gern ausgiebig gefeiert werde, um Probleme des Alltags wenigstens für kurze Momente hinter sich zu lassen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?