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Musiker von Prime Time ziehen Publikum in ihren Bann

In bester Spiellaune

Hessisch Oldendorf. Wenn die Großenwiedener Band Prime Time zum Blues-Abend ins Kultourismusforum einlädt, dann ist das fast wie ein Besuch im heimischen Wohnzimmer der drei Musiker. Nicht allein die drangvolle Enge ist es, die dieses Konzert zum Augen- und vor allem Ohrenschmaus macht. Stephan „Dackel“ Stemme am Bass, Rainer Julitz am Schlagzeug und Michael Boden an der Leadgitarre fegen ehrlichen Blues und Rock über die Bühne, immer ganz dicht am und für ihr Publikum. „Blues an sich ist traurig“, erklärt Julitz. Doch diese lässig-coole Musik, die Prime Time aus Klassikern der Blues- und Rockgeschichte von J. J. Cale bis zu Eric Clapton ausgesucht hat, lädt geradezu zum Mitwippen und Schwelgen ein.

veröffentlicht am 02.05.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:44 Uhr

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Autor:

Stefan BOhrer
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Rainer Julitz hat sein Schlagzeug fest im Griff und singen kann er auch noch. Dazu erzählt er witzige Anekdoten rund um die bekannten und manchmal auch weniger bekannten Musikstücke. Stephan Stemme weiß genau, wo der Groove-Hammer hängt. Sein Bass-Spiel ist versiert und mit klaren Akzenten versehen. Bisweilen tobt er sich grandios solistisch auf seinem Instrument aus. Eine echte Überraschung ist auch Michael Boden. Nicht nur spielt er die Leadgitarre gnadenlos gut, dass es kaum jemanden auf den Sitzen hält, dieser Mann verfügt über eine markig-soulige Stimme, die einen hohen Wiedererkennungswert hat. Höhen und Tiefen? Für Michael Boden kein Problem und vor allem authentisch. Und wenn er schließlich mit Julitz im Duett singt, drehen beide Sänger noch einmal zusätzlich an der Gefühlsschraube mit einer souveränen Leichtigkeit und Lässigkeit, die absolut bemerkenswert ist.

Überraschung des Abends neben vielen Klassikern ist „Locomotive Breathe“, eine der bekanntesten Rhythm & Blues-Nummern der Musikgeschichte – im Original von Jethro Tull mit Ian Andersons virtuos gespielter Querflöte. Nur braucht man die eigentlich? Nicht, wenn sich Prime Time dieses Stück vornehmen. Sie fetzen eine gnadenlos gute Eigeninterpretation über die Bühne, die sich in Sekundenschnelle zum Kracher des Abends entwickelt. Zusätzlich glänzt jeder der drei Musiker solistisch in dieser fast achtminütigen Version. Gleiches gilt für Steppenwolfs Fetenkracher „Born to be wild“. Alles andere als lediglich eine höfliche Verbeugung vor dem Stück beweist Prime Time Mut zur Neu-Interpretation und setzt schnörkellose musikalische Glanzlichter, die sich gewaschen haben. „Einfach ein geiler Abend“, so das allgemeine Urteil der Zuhörer, die abschließend genau das lautstark einfordern, was jeder erwartet hat – die Zugaben!



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