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Langjähriger Mitarbeiter „hgh“ im Alter von 79 Jahren verstorben

Immer für die Zeitung unterwegs: Trauer um Hans-Georg Hoeger

HESSISCH OLDENDORF. Über Jahrzehnte war „hgh“ ein Begriff in der Weserstadt. Unter diesem Kürzel schrieb Hans-Georg Hoeger für die Schaumburger Zeitung, die Deister- und Weserzeitung und das Hessisch Oldendorfer Schaufenster. Am vergangenen Sonnabend starb der ehemalige Mitarbeiter des früheren Kreises Grafschaft Schaumburg, der mit der Gebietsreform zur Stadt Hessisch Oldendorf wechselte, im Alter von 79 Jahren.

veröffentlicht am 08.03.2018 um 11:45 Uhr

Hans-Georg Hoeger ( ) Foto: Archiv

Autor:

Peter Jahn

Am Freitag werden sich neben Ehefrau Hilde und Sohn Ulrich Familienangehörige, Weggefährten und Freunde zur Trauerfeier in der Friedhofskapelle in der Weserstadt einfinden, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt Hans-Georg Hoeger, der in Waldenburg in Schlesien geboren wurde, wie viele andere aus dem nunmehr polnischen Gebiet ins Weserbergland. In der Hessisch Oldendorfer Kernstadt finden sie eine neue Heimat. Schnell hat er sich hier eingelebt und Freunde gefunden. Schreiben über das, was in seiner Stadt passiert, das wollte Hans-Georg Hoeger schon als Jugendlicher. Fast täglich macht er sich auf, besucht Versammlungen von Vereinen und Feuerwehren, kommunale Sitzungen, Sportveranstaltungen und bringt zu Papier, was die Leser interessiert. Schon bevor er seine Tätigkeit beim Landkreis aufnimmt, liefert er Artikel bei Bösendahl an der Rintelner Klosterstraße ab. Schnell hat er sich ein Netzwerk aufgebaut und viele Informanten gefunden.

Nach seinem Schulabschluss beginnt Hans-Georg Hoeger 1956 seine Ausbildung beim Landkreis. 1963 wird er nach Abschluss seiner Verwaltungsprüfung ins Beamtenverhältnis übernommen. Mit der Kreisreform 1973 erfolgt der Wechsel zur Stadtverwaltung Hessisch Oldendorf. Im Ordnungsamt ist Hans-Georg Hoeger bis zur Pensionierung im Jahr 2004 tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Feuerwehren und das Marktwesen. Ältere Hessisch Oldendorfer können sich sicher noch gut an das kleine verrauchte Stübchen im alten Rathaus mit dem großen Banktresor erinnern, in das der Verstorbene verschwindet, wenn es gilt, noch eben schnell einen Zeitungsartikel zu schreiben. Einige Jahrzehnte macht er sich allabendlich auf nach Rinteln, um nicht selten kurz vor Druck seine Texte abzuliefern, damit der Leser am nächsten Tag aktuell informiert ist.

In seiner Zeit als zuständiger Mann für die Feuerwehren versäumt Hans-Georg Hoeger keine Jahresversammlung der Ortswehren, keine Dienstversammlung der Stadtfeuerwehr. Darüber hinaus ist er bei einigen Vereinen, in der CDU und beim Siedlerbund engagiert, gehört viele Jahre dem Kreisvorstand an. „Ein unruhiger Mensch, immer unterwegs in Sachen Zeitung – auf der Suche nach Neuigkeiten“, so beschreiben ihn Freunde.



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