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Nässe erfordert beim Traktorpulling nicht nur Fahrerkönnen / Welche Tricks entscheidend sind

Im tiefen Matsch läuft es nur schleppend

Wahrendahl (ll). Tief haben sich die Reifenspuren in den Boden gegraben. Die Bedingungen für die Fahrer waren beim Traktorpulling nicht gerade ideal. Der Acker in Wahrendahl war vom Regen aufgeweicht, stellte an Fahrer und Traktoren hohe Ansprüche. Hunderte Zuschauer begleiteten dennoch wieder den 16. Wettbewerb des Traktorpullingclubs aus Wahrendahl. Viele der Fahrer sorgten mit einem Bau- und Wohnwagencamp abseits der Strecke wieder für echte Motorsport-Atmosphäre.

veröffentlicht am 30.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:41 Uhr

Von oben hatten sie den besten Blick: Fahrer im Camp auf der selbstgebauten Dachterrasse.
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Die Wettkampfstrecke: ein rund 100 Meter langer, bergauf führender Acker. Das Ziel: den Traktor bis ans Ende zum „Full Pull“ zu fahren. Erschwernisse: Die Traktoren ziehen unterschiedlich dicke und schwere Baumstämme. Bei Regenwetter und durchweichtem Boden graben sich die Traktoren immer tiefer in den Boden, nicht alle Fahrer kommen am Ziel auch an. Die Herausforderung: Matsch, Mensch und Maschine in Einklang bringen.

Organisator Jobst-Hinrich Piepenbrink vom Traktorpullingclub Wahrendahl erklärt, worauf es bei durchnässtem Boden gerade ankommt:

Motorleistung: Die Motorleistung ist entscheidend, wenn es um die Zugkraft des Schleppers geht. Um faire Wettkampfvoraussetzungen einzuhalten, wurde in insgesamt 13 Klassen gestartet. Die Schlepper mit der geringsten Motorleistung lagen bei etwa 15 PS, die größten bei über 250. Ob trockener Staub oder große Matschpfützen auf der Piste – alle Fahrer kämpfen somit unter gleichen Bedingungen. Aber nicht der stärkste Traktor mit den meisten PS gewinnt automatisch beim Traktor- Pulling. Es geht darum, „das Gewicht und die Zugleistung auch auf den Boden zu bringen“.

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Luftdruck: Beim Ziehen des Baumstammes haben Reifen mit reduziertem Luftdruck eine wesentlich höhere Auflagefläche. Dadurch wird eine bessere Zugleistung erzielt, sagt Piepenbrink. Das Durchdrehen der Räder im Matsch wird zudem verringert. Es gibt sogar Fahrer, die ihre Reifen mit Wasser befüllen. Auch das erhöhe den „Grip“. Einige Fahrer setzen auch auf breitere Reifen und die richtige Auswahl des Profils.

Gewichte und -verteilung: Dicke Betonklötze, Eisenschrott, gefüllte Kanister: Die Traktoren werden von fast allen Wettbewerbsteilnehmern aufgewichtet. Dabei können Gewichte an die Front des Schleppers oder an die Seiten verschraubt werden. Wenn es trocken ist, so Piepenbrink, müsse der Schlepper mehr im vorderen Teil belastet werden, bei Nässe eher an den Seiten. Der Experte schränkt ein: „Mit weniger Gewichten hatte man an diesem Wochenende bessere Chancen.“ Grund: Die Traktoren versinken nicht so schnell im tiefen Boden und fahren sich fest.

Fahrerisches Können: 80 Prozent eines erfolgreichen Pullings habe an diesem Wochenende beim Können der Fahrer gelegen, meint Piepenbrink. Es kommt auf die Wahl des richtigen Gangs an und auf die angemessene Geschwindigkeit. „Wer im falschen Gang gefahren ist oder zu langsam war, der hat es nicht sehr weit geschafft“, so Piepenbrink. Mit Gefühl gelte es, das Gaspedal zu bewegen und „mit Schwung den Berg hinauf“ zu kommen.

Dieser Traktorfahrer hat sich aufs Pulling spezialisiert. Breite Reifen mit grobem Profil und Gewichte an Front und Seiten sorgen für gute Zugkraft.

Fotos: ll



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