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Für die Erweiterung der Intensivpflege fehlt noch die Baugenehmigung / Fertigstellungsdruck groß: Niedersachsen fehlen Frührehaplätze

Im Sommer 2013 soll Sanierung der BDH-Klinik abgeschlossen sein

Hessisch Oldendorf (ah). Weithin sichtbar schwebte er wochenlang durch die Lüfte, der Kran auf dem Gelände der BDH-Klinik. Nun hat er diese „Baustelle“ verlassen. Manche fragen sich: Sind da bereits Arbeiten für die Erweiterung der Intensivpflege im Gange, für die die Landesregierung drei Millionen Euro aus dem aktuellen Krankenhausinvestitionsprogramm bewilligt hat?! Uwe Janosch, Geschäftsführer der Klinik, verneint. „Diese Arbeiten finden im Rahmen der Kernsanierung des Hauptgebäudes statt“, erzählt er. Seit Herbst 2011 werde auf den drei Etagen und im Untergeschoss des Hauptgebäudes angebaut – pro Etage gut 210 Quadratmeter. Danach folge die Kernsanierung des bestehenden Traktes. „Ziel ist es, alle Zimmer so wie im Bereich der ersten Aufstockung 2010 auszustatten“, erklärt Janosch. Entstehen werden Zweibettzimmer mit behindertengerechtem Bad, um die Frühreha auf modernem Unterbringungsstandard zu gewährleisten. Von der Patientenzimmeranzahl her werde sich die 240-Betten-Klinik dadurch nicht vergrößern, sagt Janosch und fügt hinzu: „Mit Aufstockung, Anbau und Kernsanierung haben wir einen Ablauf gewählt, der die Arbeit in der Klinik uneingeschränkt weiterlaufen lässt.“ Die Gesamtkosten für die Kernsanierung belaufen sich auf sechs Millionen Euro, mit der Fertigstellung wird im Spätsommer 2013 gerechnet.

veröffentlicht am 13.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Mit Kosten in Höhe von zehn Millionen Euro ist das Förderprojekt Intensivpflege veranschlagt. Laut Uwe Janosch sind Fördermittel von insgesamt 7,6 Millionen Euro bewilligt, darunter die drei Millionen aus dem aktuellen Krankenhausinvestitionsprogramm 2012. Im Gegensatz zur Kernsanierung sei die Erweiterung der Intensivpflege mit einem extrem hohen Planungsaufwand verbunden, so der Verwaltungschef und ergänzt: „Die Schwierigkeit besteht darin, dass wir ein Bestandsgebäude integrieren.“ Knapp 400 Quadratmeter werden pro Geschoss hinzukommen, dabei wird der Intensivbereich auf 25 Betten, darunter 20 Beatmungsbetten aufgestockt. Diagnostik, Technik und Ärztezimmer werden im Untergeschoss untergebracht. Der Neubau entsteht im Bereich des Therapiegartens, der verlegt wird, an der jetzigen Überwachungsstation 2 wird Platz für eine Liegendanfahrt geschaffen. „Die Anfahrtswege des Rettungsdienstes bleiben gleich, da gibt es keine Probleme für die Anwohner“, versichert Janosch.

Insgesamt herrsche in Niedersachsen ein Mangel an Frühreha- und Weiterbehandlungsplätzen; insofern sei der Druck der Fertigstellung sehr hoch, fährt Uwe Janosch fort und erklärt: „Noch ist die Baugenehmigung nicht erteilt worden, doch sollten wir bald anfangen können, könnte die Maßnahme Ende 2013 abgeschlossen sein.“ Dann seien mehr als 40 neue Mitarbeiter vonnöten, um „mit voller Kapazität ans Netz gehen zu können“, fügt er hinzu. Aktuell werden Vorbereitungen bezüglich der Fort- und Weiterbildung des eigenen Personals und der Akquisition von Fachpersonal für die Intensivstation getroffen. Denn die „allergrößte Herausforderung“ für die Erweiterung der Intensivpflege der BDH-Klinik ist laut Janosch, genügend Ärzte und Fachpersonal im Pflegebereich zu finden.

Seit Herbst 2011 wird auf den drei Etagen und im Untergeschoss des Hauptgebäudes angebaut – pro Etage gut 210 Quadratmeter.

Foto: ah



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