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Verträge für PPP-Modell sind unterzeichnet / Architekt stellt Baupläne vor / Bauzeit rund ein Jahr

Im November kommen schon die Container

Hessisch Oldendorf (ah). Nun ist es amtlich: Das Schulzentrum in Hessisch Oldendorf an der Mühlenbachstraße wird mithilfe der Public Private Partnership (PPP) umgebaut und erweitert. PPP bezeichnet das partnerschaftliche Zusammenwirken von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft mit dem Ziel einer besseren wirtschaftlichen Erfüllung öffentlicher Aufgaben. „Der vorgelegte Wirtschaftlichkeitsnachweis hat im Vergleich zu einer konventionellen Baumaßnahme einen Kostenvorteil von etwa 14 Prozent ausgewiesen“, erklärt Anja Hegener, Pressesprecherin des Landkreises. Nach Genehmigung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport unterzeichneten Landrat Rüdiger Butte und die Projektpartner Burkhard Scholz und Christoph Lemke von der Firma Depenbrock sowie Alexander Lethen von der WL Bank vorgestern den Vertrag. In Kürze wird der Bauantrag gestellt, sobald die Baugenehmigung vorliegt, kann auch mit den Bauarbeiten begonnen werden.

veröffentlicht am 08.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

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Bereits Anfang November werden im Hof der Hauptschule zweigeschossig 64- Quadratmeter-Container aufgestellt, in die acht Klassen der Wilhelm-Busch-Realschule ausgelagert werden. Danach kann schon mit Abrissarbeiten begonnen werden, für die zwei Wochen eingeplant sind. „Eingeschossiges kommt weg“, erklärt Architekt Hans-Günther Waltke vom Architekturstudio pm mit Sitz in Minden und Barsinghausen. Dadurch entsteht Platz für die „Neue Mitte“, die das Herzstück der Umgestaltungsmaßnahme bildet. Waltke stellte dem Schulelternrat und Lehrkörper der Realschule exklusiv die Baupläne vor. Zentrum der „Neuen Mitte“ werden Haupteingang und Forum sein, das an Regentagen als Pausenbereich für Haupt- und Realschule und für die offene Ganztagsbetreuung genutzt werden kann. Dort sitzt auch der Hausmeister. Vom Forum aus führen Treppenhaus und Fahrstuhl in die beiden darüberliegenden Stockwerke, in denen zentral die Fachräume untergebracht werden, die Naturwissenschaften, Musik und Kunst. In jeder Etage wird es Toiletten geben. Vorbei ist die Zeit der Stufen: Barrierefrei und auf kurzen Wegen werden Lehrer und Schüler nach Abschluss der Baumaßnahme vom Realschul-Flügel zum Hauptschul-Trakt gelangen. Dadurch, dass der gesamte Gebäudekomplex von der Höhe her nahezu angeglichen wird, also mit erstem und zweitem Obergeschoss, werden zudem zehn neue Unterrichtsräume geschaffen.

„Alles ist eins“, nennt Hans-Günther Waltke die bauliche Zusammenführung von Haupt- und Realschule – und das bezieht sich auch auf die Verwaltung. Der Bereich rund um das Sekretariat der Hauptschule wird erweitert, dort entsteht die Verwaltungszentrale mit Büro des Schulleiters, Lehrerzimmer, Medienraum; die Bibliothek wird ein Stockwerk oben drüber untergebracht. „Zur Sicherheit wird ein Fluchttreppenhaus aufgebaut“, erklärt Waltke und verweist auf ein ausgeklügeltes Sonnenschutzsystem, das installiert wird. Die jugendgerechte Umgestaltung des Schulhofes wird nach Abriss der Trakte C und D stattfinden. „Die Vorschläge gefallen uns, weil sie Qualität schaffen“, betont Günter Höfelmann, Leiter der Hauptschule am Hohenstein. Qualität auch dadurch, dass das PPP-Modell gewährleistet, dass die Firma Depenbrock innerhalb der nächsten 25 Jahre sämtliche Wartungskosten übernimmt.

„Ein Jahr Bauzeit ist eingeplant“, antwortet Waltke auf die Frage von Eltern, die erfahren, dass damit auch ein Jahr Unterricht im Container verbunden ist. Der Architekt versichert, dass diese für warme wie kalte Witterung gerüstet seien, mit Baulärm müsse zu gegebener Zeit gerechnet werden. Für Hessisch Oldendorf bedeutet die Vertragsunterzeichnung ein klares Ja zum Schulstandort. Angesichts des demografischen Wandels ist das Raumkonzept des Schulzentrums, das aktuell 688 Schüler besuchen, auf Vierzügigkeit ausgelegt.

Hans-Günther Waltke erklärt Realschulleiter Ottmar Framke und Hauptschulleiter Günter Höfelmann die Pläne für das neue Schulzentrum, das Real- und Hauptschule zusammenführen soll. Foto: ah



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