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Pflanzaktion des Forstbeirates zum Tag des Waldes

Im Damengarten des Stifts wächst jetzt eine europäische Lärche

Fischbeck (bj). „Es gibt ihn, und das schon seit 70 Jahren“, sagt Hans Joachim Grote. Der Vorsitzende des Forstbeirats im Bezirk des Niedersächsischen Forstamtes Oldendorf verweist damit auf den „Tag des Waldes“. Da dieser Tag weitgehend unbekannt sei, hätten die zwölf Vorstandsmitglieder des Beirates beschlossen: „Da müssen wir tätig werden. Der Baum, der Wald, muss eine Lobby bekommen.“

veröffentlicht am 23.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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Gemeinsam habe man entschieden, am Tag des Waldes symbolisch einen Baum zu pflanzen. Und zwar nicht irgendeinen, sondern konsequenterweise den Baum des Jahres 2012, die europäische Lärche, betont der Beiratsvorsitzende. „Wir haben nicht lange überlegt, als Standort ist uns sofort das Stift Fischbeck eingefallen“, führt Hans Joachim Grote aus. Bei Äbtissin Uda von der Nahmer und den Kapitularinnen trifft die Idee auf positive Resonanz. „Wir sind durch unseren Garten gegangen und haben nach einem geeigneten Platz Ausschau gehalten“, sagt sie und fügt an: „Dass wir dabei, ohne es zu wissen, den richtigen Standort gewählt haben, freut uns umso mehr.“ Forstamtsdirektor Christian Weigel, Leiter des Niedersächsischen Forstamtes in der Hessisch Oldendorfer Südstraße, hat in seinen Ausführungen zum Baum des Jahres nicht nur erklärt, dass die Lärche zu den echten Koniferen zählt, sondern auch, dass sie eine Lichtbaumart ist. „Die Lärche mag keinen Schatten und keine Konkurrenz durch andere Bäume. Dafür kommt der Baum, der ursprünglich aus dem Hochgebirge stammt, gut mit Trockenheit zurecht und hat pro Jahr einen Zuwachs zwischen 70 und 100 Zentimetern“, erklärt er im Stiftsgarten. „Dann ist der Platz vor der Sandsteinmauer im mittleren Damengarten perfekt, denn der Baum kann ja durchaus 30 bis 40 Meter hoch werden“, hat sich Ursula Schroeder, Kapitularin im Damenstift, kundig gemacht.

Mit vereinten Kräften wird die Lärche, die mit ihren sieben Jahren schon eine beträchtliche Höhe hat, fachmännisch eingepflanzt. „Als Verwaltungschef habe ich es oft mit Problemen zu tun, die durch Bäume verursacht werden“, sagt Bürgermeister Harald Krüger und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, „dass mit dieser Aktion der Baum positiv in den Mittelpunkt und in das Bewusstsein gerückt wird“.



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