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Seniorenbeirat plant Auffrischungskurs für ältere Autofahrer

Im Alter noch einmal in die Fahrschule

HESSISCH OLDENDORF. Was jahrzehntelang ganz selbstverständlich war, kann im höheren Alter zum echten Problem werden: Das Autofahren stellt selbst Senioren, die damit viel Erfahrung haben, mit zunehmenden Lebensjahren manchmal vor Probleme. Der Seniorenbeirat der Stadt möchte für ältere Bürger deshalb die Möglichkeit schaffen, sich noch einmal mit einem Fahrlehrer mit dem Straßenverkehr auseinanderzusetzen. In der jüngsten Sitzung des Beirats wurde das Thema besprochen.

veröffentlicht am 29.05.2018 um 17:04 Uhr
aktualisiert am 29.05.2018 um 18:23 Uhr

Im Alter lassen die Sinne oft nach und das Autofahren wird schwieriger. Der Seniorenbeirat der Stadt will für die Älteren nun einen Auffrischungskurs durch einen Fahrlehrer organisieren. Foto: dpa
Jens Spickermann

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Jens Spickermann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Immer wieder kommt es im Straßenverkehr zu Unfällen, weil Senioren beispielsweise Bremse und Gaspedal verwechseln – erst vor wenigen Tagen passierte das auf der Langen Straße in Hessisch Oldendorf (wir berichteten).

Über solche Vorfälle sei beim Seniorenbeirat nicht explizit diskutiert worden, sagt dessen Vorsitzende, Elke Reuker. Man sei sich aber darüber im Klaren, dass es notwendig sei, sich im Alter noch einmal mit dem Autofahren zu befassen.

„Wir wollen einen Auffrischungskurs für Senioren anbieten“, sagt Reuker. Im Alter nehme die Reaktionsfähigkeit ab und die Augen und das Gehör ließen häufig nach. Doch nicht nur körperliche Einschränkungen würden Senioren das Autofahren erschweren: Manche Verkehrsregeln und Hinweisschilder habe es vor mehreren Jahrzehnten noch nicht gegeben. Als sie selbst ihren Führerschein machten, konnten sich die Senioren deshalb nicht in der Fahrschule damit befassen.

Über neuere Verkehrsregeln habe es für die Älteren schon im Februar einen Vortrag gegeben, sagt Reuker. Thema sei unter anderem gewesen, wie sich der Körper im Alter verändert und wie Stressituationen im Straßenverkehr vermieden werden können. Es könne beispielsweise für Senioren sinnvoll sein, während der Hauptverkehrszeiten – also morgens und am späten Nachmittag – das Auto stehen zu lassen, erklärt Reuker. „Beim letzten Mal war ein Fahrlehrer dabei“, sagt Rolf-Dieter Schulz vom Seniorenbeirat. „Er hat von Dingen berichtet, die von älteren Personen häufig falsch gemacht werden.“

Wenn ausreichendes Interesse besteht, könnten Senioren sich voraussichtlich ab August oder September auch für die praktische Übung mit einem Hessisch Oldendorfer Fahrlehrer ins Auto setzen. Eine Fahrschule, deren Namen Reuker noch nicht nennen möchte, werde das voraussichtlich anbieten. Fürs Erste seien aber Theoriestunden vorgesehen.

Nachdem die Idee im Seniorenbeirat besprochen wurde, sollen die Runden Tische in den Ortschaften näher dazu informieren. „Wir drängen aber keinem auf, dass er das in den Ortschaften weitergibt“, so Reuker. Bis die ganze Planung abgeschlossen ist, werde es im Übrigen noch etwas dauern, sagt die Vorsitzende des Seniorenbeirats. „Gut Ding will Weile haben.“



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