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IGS auch in Hessisch Oldendorf?

Hessisch Oldendorf (wft). Bekommt Hessisch Oldendorf im kommenden Schuljahr eine IGS oder bleibt es bei der in diesem Jahr eingerichteten Oberschule, in der die Haupt- und Realschule des Ortes zusammengeführt wurden?

veröffentlicht am 23.08.2011 um 15:26 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:41 Uhr

dg
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Im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung in der Mensa der neuen Oberschule  stand die Frage, wie in Hessisch Oldendorf ein gymnasiales Angebot zu etablieren sei. Denn bislang müssen die Schüler der Stadt nach Hameln oder in den Nachbarkreis Schaumburg fahren, um den klassischen Weg zum Abitur einzuschlagen. Theoretisch, das kristallisierte sich schnell heraus, wäre dies auch mit einer dreizügigen Oberschule, wie sie in Hessisch Oldendorf existiert, möglich. Allerdings müsste die Stadt Hameln als nächstgelegener Gymnasialstandort einer solchen schulpolitischen Weichenstellung zustimmen – das schreibt das niedersächsische Landesrecht zwingend vor. Eine Zustimmung, von der Landrat Butte angesichts der demographischen Entwicklung und des Umfangs der gymnasialen Angebote in der Rattenfängerstadt nicht ausgeht, wie er erklärte. Die einzige Möglichkeit in Kürze auch in Hessisch Oldendorf den Weg zum Abitur anbieten zu können, sahen etliche Zuhörer und Diskutanten im Publikum denn auch in der Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule.

Um sie von der Landesschulbehörde genehmigt zu bekommen, muss allerdings eine wesentliche Hürde genommen werden, die der Landkreis in der vergangenen Woche auf Beschluss des Kreistages vom 23. März 2011 in Angriff genommen hat: eine Befragung der Eltern aller Kinder in den Grundschulen des Landkreises Hameln-Pyrmont sowie aller Eltern, deren Kinder im Jahr 2012 schulpflichtig werden, ob sie ihr Kind nach Beendigung der Grundschule an einer IGS in Hessisch Oldendorf anmelden würden. Dem Fragebogen beigefügt ist auch eine dreiseitige Darstellung der Unterschiede von IGS und Oberschule.

Über den Bedarf einer IGS in Hessisch Oldendorf, und damit einer zweiten Integrierten Gesamtschule im Landkreis, stimmen mithin alle Erziehungsberechtigten der oben genannten Kinder ab, auch die in Hameln, wo die Zahl der Plätze in der neu gegründeten IGS bei Weitem nicht ausreichte, um alle Kinder aufzunehmen, deren Eltern einen Aufnahmeantrag gestellt hatten – 90 mussten abgewiesen werden und ihre Eltern ihnen eine andere Schule suchen.

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