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Bärbel Boyer feiert seit Jahrzehnten Karneval / Expertin gibt Tipps für Kostüme – sogar in letzter Minute

„Ich mach ja Fastnacht immer den Aff’“

Hessisch Oldendorf. Prinzenball, Kinderkarneval oder Boni-Max: Der Karneval sorgt in Hessisch Oldendorf für vielfältige Unterhaltung. Nun stehen die beiden größten Veranstaltungen bevor: der Hexenball und der Umzug am 2. März. Der eine oder andere, der in Verkleidung dorthin gehen möchte, merkt vielleicht erst jetzt, dass dazu noch das passende Kostüm fehlt. Was tun?!? Wir fragen bei einer nach, die als Hexe am Hexentag in der Kernstadt nicht fehlen darf: Bärbel Boyer.

veröffentlicht am 25.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

VON ANNETTE HENSEL
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„Den ersten Hexentag habe ich vor etwa 25 Jahren mit dem damaligen OCC-Prinzen Klaus Gutsmann mitgemacht, seither gehe ich stets anders gekleidet als Hexe los“, erzählt sie. Ihre Hexensachen habe sie in jahrelanger Sammlung auf Flohmärkten zusammengetragen; damit allein könne sie „locker fünf oder sechs Hexen ausstatten“, sagt Boyer.

Was sie sich mittlerweile spart, ist das Tragen von Masken. „Wenn ich den Mund aufmach, erkennt mich eh jeder“, erklärt die gebürtige Emmendingerin, für die es entsprechend ihrer badisch-alemannischen Herkunft übrigens keinen Karneval gibt. Es erinnert an den Berlin-Besuch John F. Kennedys, als sie verkündet: „Ich bin ein Fastnachter!“

Zu Boyers Hexensammlung gehören „mein Blumenmäntele“, 20 Hexenhüte, 15 Taschen und zehn Nasen, von denen drei gerade im Umlauf sind. „Die Leute wissen halt, dass sich das alles habe, fragen mich, ob sie sich das ausleihen dürfen und bringen es mir am Ende der Session dann zurück“, sagt sie. Zum großen Umzug ist das Hexenthema für sie längst gegessen: „Ich mach ja Fastnacht immer den Aff’“, erklärt sie. Ob wie im Vorjahr als Waschmaschine, als Fisch, Sumpfblume oder wie 1997 als Affe im Käfig: Seit Jahren zieht Boyer mit ihrer Gruppe die Blicke der Umstehenden auf sich. Dafür plant sie aber auch ein Jahr im Voraus, fährt alljährlich mit ihrem Mann, Rattenfänger Michael Boyer, nach der Großveranstaltung in Hessisch Oldendorf zum Rosenmontagsumzug nach Hessen. „Dort, unter den 110 Fußgruppen, schauen wir, was uns am besten gefällt, kontaktieren die Leute hinterher und kaufen ihnen die Kostüme ab“, erzählt sie. Die Kriterien, nach denen sie ihre Kostümierung auswählen, wechseln – „mal verrückt, mal schön“, sagt Boyer, die die fantasievolle Garderobe später weiterverkauft. „Letzte Woche haben wir unsere Würfel, mit denen wir vor drei Jahren unterwegs waren, an eine Lipper Fußgruppe weitergegeben“, erzählt sie.

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Und was rät sie Leuten, die in närrischer Verkleidung zum Hexenball oder Umzug gehen wollen, aber nichts Passendes mehr im Schrank haben? „Wer auf die Schnelle noch etwas sucht, findet bei Frau Knaust in Hameln auf jeden Fall etwas: Da sind 4500 Kostüme vorrätig, die auch verliehen werden – ich selbst schau da immer, wenn mir etwas fehlt.“ Und einen weiteren Tipp möchte sie noch loswerden: „Ein Kostüm muss nicht schön sein, da kann man ruhig auch Verrücktes miteinander mischen – Hauptsache ist doch: Fastnacht macht Spaß!“

Verwandlung in wenigen Minuten: Fiona Kutscher wird mit nur wenigen Handgriffen zum Zuckerschädel, zur Hexe und zum Nussknacker geschminkt. Die Kostümierung ohne großen Aufwand funktioniert so auch für Kurzentschlossene.

Dana/jch(2)



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