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Ulrich Michael Heissig schlüpft in die Rolle der Diva

Hommage an Hildegard Knef

HESSISCH OLDENDORF. Irmgard Knef ist ein kabarettistisches Phänomen. Landauf, landab bekannt für die schnoddrige Kodderschnauze mit schwarzhumoriger Bissigkeit, räumt sie regelmäßig alle Preise ab, die in der Kleinkunstszene zu ergattern sind. Mit ihren 90 Jahren hat Irmgard Knef jetzt in ihrer Berliner Mietskaserne den Rollator eingemottet und erklimmt zum vierten Mal am 19. Oktober um 19.30 Uhr im Kultourismusforum die Bretter, die bekanntlich die Welt bedeuten.

veröffentlicht am 12.09.2018 um 19:08 Uhr
aktualisiert am 12.09.2018 um 20:20 Uhr

Zum Verwechseln ähnlich mit dem Original: Ulrich Michael Heissig verkörpert Hildegard Knef auf der Bühne im Kultourismusforum in Hessisch Oldendorf. Foto: boh
bohrer1

Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Dabei feiert die Alterspräsidentin des deutschen Kabarett-Chansons und fast echte Zwillingsschwester der großen Hilde nicht nur sich selbst, die „auferstanden ist aus Ruin“, sondern präsentiert mit „Ein Lied kann eine Krücke sein“ ein witziges Programm, das die Liebe in all ihren Facetten gehörig durch den kabarettistischen Kakao zieht.

Die etwas gebrechliche Entertainerin fasziniert mit skurrilen Geschichten und neuen Chansons, wie es sie so noch nicht gab und lässt damit im Spätherbst ihres Lebens noch mal ordentlich die Korken knallen – als Verbeugung vor sich und der ungleich berühmteren Schwester. Wie Gewehrsalven reihen sich dabei die satirischen Bonmots und Chansons aneinander und nehmen die aktuelle Politik, das eigene von der Welt verkannte Genie im Schatten der Schwester und die humoristische Vergangenheitsbewältigung, verbunden mit satirischer Zukunftsprognose, genüsslich aufs Korn.

Diese Frau lässt sich nicht in die Suppe spucken. Das Ganze wird gewürzt mit einer ordentlichen Portion Mumm in den Knochen, statt Honig im Kopf. Für die überaus gelungene Präsentation der erfundenen Blutsverwandten der großen Hilde zeichnet wie immer Schauspieler und Regisseur Ulrich Michael Heissig verantwortlich – fernab jeglicher Travestie hat er eine Kunstfigur geschaffen, die man einfach lieben muss.


Karten für die Veranstaltung kosten 12 Euro (Abendkasse: 14 Euro) und ab sofort erhältlich im Bürgerbüro.



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