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Bauwerk soll im Sommer fertig werden

Hochwasser stört den Brückenbau

FUHLEN. Der hohe Wasserstand der Weser und das feucht-kühle Winterwetter sorgen derzeit dafür, dass Bautätigkeiten an der neuen Fuhlener Brücke aufgeschoben werden.

veröffentlicht am 29.01.2018 um 16:24 Uhr
aktualisiert am 29.01.2018 um 20:30 Uhr

Trotz des wetterbedingten Aufschubs beim Straßenbau, soll die neue Fuhlener Brücke in den Sommerferien fertig werden. Foto: dana
Jens Spickermann

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Der Uferbereich unter der alten Brücke sei zurzeit überflutet, sagt Markus Brockmann, Leiter der niedersächsichen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Hameln. Deshalb könnten die Fahrzeuge für die Material-Anlieferung dort nicht fahren und die Bautätigkeiten stocken. Erdarbeiten und Straßenbau seien aufgrund des Wetters problematisch, sagt Brockmann. „Das ist aber nicht kritisch, die haben genug Zeit dafür.“

Trotzdem sind die Brückenbauer nicht tatenlos – Schritt für Schritt nähern sie sich der Fertigstellung des Bauwerkes.

Zurzeit werde ein Gerüstwagen unter die Brücke gehängt, der dazu dienen soll, die nicht mehr benötigte Holzverschalung abzubauen. Die Betonplatte auf der Brücke ist mittlerweile gegossen und vermessen worden. Die Vermessungsdaten würden zurzeit ausgewertet, sagt Brockmann. Anhand der Werte werde ermittelt, ob die Abmessungen und Neigungen der Betonplatte passen – wenn nicht, müsse nämlich beispielsweise mit einer Fräse nachgearbeitet werden.

Wegen der Überflutung des Weserufers ist der Bau der neuen Brücke ins Stocken geraten. Foto: dana
  • Wegen der Überflutung des Weserufers ist der Bau der neuen Brücke ins Stocken geraten. Foto: dana
Wegen des hohen Pegels liegen einige Teile der Holzverschalung schon im Wasser. Foto: dana
  • Wegen des hohen Pegels liegen einige Teile der Holzverschalung schon im Wasser. Foto: dana

Die nächsten Schritte werden sein, mehrere verschiedene Schichten oberhalb der Betonplatte aufzutragen: Damit kein Wasser in das Material eindringen kann – insbesondere mit Streusalz angereichertes Wasser würde nämlich den Stahl im Beton schädigen – soll eine Kunststoffabdichtung aufgetragen werden. Dafür müsse es aber mindestens fünf Grad warm und relativ trocken sein, sagt Brockmann. „Diese Bedingungen haben wir im Moment nicht.“ Wenn es nämlich kalt und feucht sei, könne es passieren, dass der Kunststoff bei der Verarbeitung Blasen bildet oder nicht richtig am Beton haftet.

Sollte sich das Wetter in der nächsten Zeit nicht bessern, bestünde aber die Möglichkeit, ein Schutzzelt aufzubauen, sodass die Arbeiten trotz feuchter Witterung stattfinden können. Brockmann geht aber davon aus, dass das nicht nötig sein wird. Weil es nicht ganz einfach sei, in so einem Zelt die passende Luftfeuchtigkeit herzustellen, werde diese Vorgehensweise auch eher vermieden.

Nachdem der Kunststoff aufgetragen ist, folgen darüber eine Schweißbahn und zwei Schichten Gussasphalt, auf dem nach Fertigstellung die Autos fahren werden. Die vielen Schichten werden verbaut, damit das Herz der Brücke – also der Stahlbeton – bestmöglich vor Wasser geschützt ist und lange hält.

Auch die „Kappen“ – der Weg für die Fußgänger und Radfahrer – müssen noch angelegt werden. Sie bestehen im Gegensatz zu der Fahrbahn aus einfachem Stahl und Beton. Fertig wird die Brücke voraussichtlich in den Sommerferien. Das genaue Datum steht aber noch nicht fest.

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