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Stadt plant Kreisverkehr am Münchhausenring / Politiker von der Idee angetan

Hier soll es rundgehen

Hessisch Oldendorf. Die Stadt plant einen neuen Kreisverkehr. Er soll am Münchhausenring entstehen. Die Idee, die der zuständige Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch am Montagabend der Politik vorstellte, steht noch ganz am Anfang.

veröffentlicht am 26.11.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:41 Uhr

Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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In einem ersten Schritt können sich Bauamtsleiter Wiebusch und seine Mitarbeiter vorstellen, einen Minikreisel einzurichten, über den Autos auch herüberfahren können. „Der passt ohne Probleme auf die Straße“, sagte Wiebusch. Der Kreisverkehr soll nur auf die Straße gezeichnet werden. Dies senkt die Kosten, schließlich sind keine größeren Bauarbeiten notwendig.

Der Minikreisel schlägt nach Wiebuschs Worten mit rund 20 000 Euro zu Buche. „So günstig kommt man da in der Regel nicht ran“, sagte er. Größter Brocken sind die Kosten für die Straßenbeleuchtung, ohne die ein Kreisverkehr nicht mehr eingerichtet werden darf. Eine neue Vorgabe besagt zudem, dass Zebrastreifen Pflicht sind. In der Vergangenheit standen Richtlinien einem Kreisverkehr an dieser Stelle im Weg. Unter anderem galten bestimmte Mindestgrößen. Diese Vorgaben haben sich geändert.

Ein ausgebauter großer Kreisel mit Verkehrsinsel kostet nach Rathausangaben 120 000 Euro. Der Minikreisel könne ein Testlauf dafür sein. Wiebusch stellte den Politikern des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur in Aussicht, dass der Bau – sollte er denn kommen – gefördert werden könnte.

Der Kreisel sei „ein Schlüssel dafür, dass wir viel mehr Sicherheit bei der Überquerung des Münchhausenrings bekommen“, sagte der Bauamtsleiter. Unter anderem werden Autofahrer gezwungen, abzubremsen. Davon profitieren Fußgänger und Radfahrer. Auch Jugendliche, die zur Skateranlage gelangen möchten, könnten die Straße sicherer überqueren. Sogar der Weserradweg würde besser an die Innenstadt angebunden. Nachteile entdeckten die Rathausmitarbeiter nicht. Der Ausschussvorsitzende Klaus Brzesowsky (SPD) nannte die Pläne „interessant“. Wilfried Schnase deutete an, dass auch die CDU den Kreisel unterstützt.

Die Idee kam den Rathausmitarbeitern bei der Arbeit zum sogenannten Leitsystem für die Kernstadt. Dabei geht es darum, Touristen die Orientierung zu erleichtern (wir berichteten). Schließlich wird derzeit der meiste Verkehr an der Innenstadt vorbeigeführt. Zwar soll dies auch so bleiben, Ziel muss es laut Wiebusch aber sein, die Gäste auf den Parkplatz Südwall und von dort aus in die Lange Straße zu leiten. Laut Plan lässt sich mit einem Kreisverkehr und zusätzlichen Schildern gerade dieser Weg besser kennzeichnen. Außerdem sollen die Schilder Ziele wie Weser, Klinik sowie Baxmann-Bad und Zentrum ausweisen. Vorbild sollen die roten Schilder am Stift Fischbeck sein. Hinzukommen könnten ein Willkommensschild sowie Infotafeln an Parkplätzen und am Bahnhof. Womöglich werden auch Stadtrundgänge ausgewiesen. Wiebusch nannte Schilder und Kreisverkehr ein „tolles Gesamtpaket“. Der Kreisel sei „fast logisch und konsequent“.

Schnase kritisierte jedoch die seiner Meinung nach zu hohen Kosten für die Schilder. Dem Plan, dafür 10 000 Euro auszugeben, „steht meine Fraktion äußert skeptisch gegenüber“, sagte er. „Die Summe ist uns einfach zu hoch.“ Schließlich läge den Christdemokraten bereits die Erhöhung der Kindergartengebühren schwer im Magen. Vor diesem Hintergrund sei es Eltern nur schwer zu vermitteln, so viel Geld in Schilder zu stecken. Die Idee der Stadtrundgänge lobte er indes.

Claus Clavey (SPD) entgegnete, dass es sich um eine Investition handele. Er schlug vor, lieber im Ergebnishaushalt der Stadt zu sparen, zum Beispiel am Wanderinformationszentrum der Schillat-Höhle. Schnase konterte: „Den Eltern ist es völlig schnurzpiepe, woher das Geld kommt.“ Er forderte von der Verwaltung, die Kosten genauer zu ermitteln. Volker Rödenbeck (SPD) sagte: „Wenn ich einen Kreisel will, brauche ich auch Schilder. Sonst kann man es gleich lassen.“

Wiebusch ließ durchblicken, dass die 10 000 Euro nicht mehr zur Debatte stehen. So würden die Schilder wohl maximal 4000 Euro kosten. „Darunter ist es aber nicht zu machen“, sagte er. Die Verwaltung wird den Plan nun ausarbeiten und der Politik wieder vorlegen. Diese Entscheidung fiel einstimmig.



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