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Erlös des Zersener Weihnachtsmarktes geht an den Malort des Kinderschutzbundes in Hameln

Hier geht es nicht um Schönheit

Zersen/Hameln. „Sie alle haben viel getan, damit für uns so viel übrigblieb“, bedankt sich Elisabeth Beerbom-Schönig, Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes im Ortsverband Hameln. Sie empfängt Gäste aus Zersen in den Räumen des Kinderschutzbundes in der Fischbecker Straße, um ihnen den Raum zu zeigen, für den sie eine große Summe Geld gespendet haben.

veröffentlicht am 16.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

von barbara Jahn-Deterding
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Die Gäste, das sind 18 von rund 70 Helfern, die im Dezember des vergangenen Jahres den nunmehr 13. Weihnachtsmarkt im Hohensteindorf organisiert und durchgeführt hatten. Die Gruppe um Elke Diederichs, Katja Diekmann und Irene Knoche steht mit Beerbom-Schönig im Malort. „Dieses ist der Raum und das Projekt, für das sie den Erlös von über 2100 Euro gespendet haben“, sagt sie und deutet dabei auf die Farbpalette und die Wände, an denen deutlich Farbspuren zu erkennen sind. Sie erklärt den Besuchern, dass es in diesem Raum nicht darum geht, „schöne Bilder zu malen. Der Malort ist ein behüteter Ort, in dem psychisch belastete Kinder und Jugendliche Raum finden, um zu sich selbst zu finden. Der Malort bietet ihnen die Möglichkeit eine Auseinandersetzung mit sich selbst zu führen“, erklärt die Vorsitzende. Beerbom-Schönig fährt fort: „Hier findet therapeutisch begleitetes Malen statt, das den Mitarbeiterinnen der Gewaltberatungsstelle auch die Möglichkeit gibt, an das eine oder andere Kind überhaupt heranzukommen.“ Sichtlich interessiert folgen die Gäste den Ausführungen. „Das Kind kann also schweigend malen, ist aber währenddessen nicht allein und es wird nicht beurteilt“, wendet sich Friedel Knoche an die Vorsitzende des Kinderschutzbundes. „Alles, was hier geschieht, bleibt in diesem Raum, kein Bild wird bewertet, jedes Bild ist richtig, so wie es von den Kindern gemalt wird und alle Bilder werden bei uns aufbewahrt“, bestätigt Beerbom-Schönig.

Es sei die richtige Entscheidung, dem Ortsverband Hameln des Deutschen Kinderschutzbundes bereits zum zweiten Mal den Erlös des Zersener Weihnachtsmarktes zukommen zu lassen, macht Diederichs deutlich. „Wir hatten im Vorfeld Annette Schulte, eine der Mitarbeiterinnen in der Gewaltberatungsstelle gefragt, was derzeit beim Kinderschutzbund Thema ist und sie hat uns das Projekt Malort vorgestellt. Nun freuen wir uns, dass wir dazu beitragen, dieses besondere Projekt zu finanzieren“, sagt Diederichs. „Das ist in der Tat ein besonderes Projekt, es gibt bundesweit nur hier in Hameln einen Malort des Deutschen Kinderschutzbundes“, macht Beerbom-Schönig deutlich. „Bislang haben wir nicht gewusst, dass es so etwas überhaupt gibt und wie gut es für Kinder sein kann. Nun können wir Zersener dazu beitragen, dass mehr Menschen wissen, was ein Malort ist und welche Möglichkeiten er für traumatisierte Kinder und deren Therapeuten bietet“, zeigt sich nicht nur Bernd Diekmann beeindruckt. Erstaunt hören die Zersener, dass täglich Therapeuten im Malort mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, wie vielfältig die Arbeit des Kinderschutzbundes ist und das es im Haus in der Fischbecker Straße eine Krippe für Mädchen und Jungen gibt.

Elisabeth Beerbom-Schönig zeigt den Gästen aus Zersen den Malort, für den diese den Erlös des Weihnachtsmarktes gestiftet haben. bj



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