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60 wilde Weiber stürmen das Rathaus / Für närrischen Nachmittag anmelden

Hexen machen die Stadt unsicher

Hessisch Oldendorf (pj). Hexentag in der Weserstadt, „da muss man einfach dabei sein“, sagt eine der wilden Weiber, die gestern in der Narrenhochburg an der Weser unterwegs waren und Jagd auf Schlipse machten. Von Jahr zu Jahr werden es mehr Hexen, die sich zu Altweiberfasching morgens versammeln, um dann durch die Stadt zum Rathaus zu ziehen. Pünktlich um 11.11 Uhr begehrten diesmal über 60 Hexen Einlass. Der Versuch des Bürgermeisters und der männlichen Beschäftigten, im Verwaltungsgebäude die wilde Schar aufzuhalten, schlug fehl. Johlend stürmten die Weiber, angeführt von ihrer Oberhexe Sonja I. (Amelung), die Treppe hinauf.

veröffentlicht am 19.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 18:41 Uhr

Polonaise bei der Sparkasse.
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Mit scharfen Scheren machte die wilde Meute überall in der Stadt schnelle Beute. Nur einmal musste Hexe Sabine (Bormann) ganz verdutzt feststellen, dass ihr Schneidewerkzeug versagte. Ihr Gegenüber hatte in seinen bunten Selbstbinder eine leichte Metallschiene eingearbeitet. Doch schließlich wurde auch dieser Schlips von der Hexe mit dem hohen schwarzen Hut und dem grünen Umhang triumphierend in die Höhe gehalten und anschließend am Gürtel befestigt.

Die Hessisch Oldendorfer Hexen haben sich um 8 Uhr im Restaurant Pierrot getroffen. Wirt Salvatore Porcu servierte ein Frühstück, bevor die Frauen in Richtung Grundschule am Rosenbusch starteten. Der Präsident des Oldendorfer Carneval Clubs, Henning Tebbe, ließ es sich nicht nehmen, die wilden Weiber persönlich mit dem Bus ans Ende der Bergstraße zu bringen. Später fielen die Hexen in der Langen Straße ein. Sie zogen durch einige Geschäfte in Richtung Sparkasse. Dort wurden sie bereits von Regionaldirektor André Horstmeyer und Mitarbeitern erwartet. Um die Meute gnädig zu stimmen, wurden die Hexen nach oben ins Sitzungszimmer gebeten, wo sie wie jedes Jahr „vortrefflich bewirtet“ wurden, wie die Schar schwärmte.

Danach ging es über den Marktplatz zum Rathaus. Nach der Erstürmung mussten Bürgermeister Harald Krüger und Jugendpfleger Tarik Oenelcin in weiße Overalls schlüpfen und vor dem Verwaltungsgebäude mit Kreide ein großes Stadtwappen auf den Marktplatz aufmalen. Der Bürgermeister in seinem „neuen Amtsdress“ bekam von Oberhexe Sonja den Rat: „Üben Sie noch kräftig, man weiß nicht, was Sonntag noch so alles auf Sie zukommt.“ Bevor die Narren übermorgen erneut vorm Rathaus auftauchen, ist am Sonnabend noch karnevalistischer Kaffeenachmittag. Über 250 Karten sind bereits verkauft, wie Heike Knief erklärte. Um planen zu können, bittet sie um Anmeldung bis zum heutigen Freitag, Tel. 05152/2216.

3 Bilder
Hexe Steffi (Sacco) sagt Prost auf die kommenden närrischen Tage.


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