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Vor 20 Jahren: Unterschriften unter Vertrag besiegeln Partnerschaft zwischen Hessisch Oldendorf und Gransee

„Heute ist ein denkwürdiger Tag“

Hessisch Oldendorf. Vor nunmehr zwei Jahrzehnten machte sich eine Delegation aus der Weserstadt auf nach Gransee, um einen Partnerschaftsvertrag zu unterzeichnen. In den nächsten Jahren fand ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen der noch jungen Stadtverwaltung im Brandenburgischen und Mitarbeitern des Hessisch Oldendorfer Rathauses statt. Sportvereine knüpften Kontakte, junge Leute trafen sich in den Ferien und bei sportlichen Turnieren. Bei Festen und großen Veranstaltungen, ob in Hessisch Oldendorf oder in Gransee, Delegationen aus der Partnerstadt gehören dazu.

veröffentlicht am 25.08.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

Peter Jahn
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„Fritz Holstein ist der Motor der Partnerschaft“, sagt Walter Stock, der Bürgermeister, der aufseiten der Hessisch Oldendorfer seine Unterschrift am 30. September 1993 unter den Vertrag zwischen Gransee und der Stadt in Niedersachsen setzte. „Ein denkwürdiger Tag für die Stadt Hessisch Oldendorf, denn erstmals wurde ein Partnerschaftsvertrag unterschrieben“, sagte damals Walter Stock. Fritz Holstein erinnert sich noch genau, wie es Anfang der 1990er Jahre war: „Wir hatten gerade ein Seminar der Landeszentrale für politische Bildung besucht und überlegten uns, wie wir Kontakte zu Städten knüpfen können, um diesen vielleicht beim Aufbau der Verwaltung zu helfen.“ Wenn das langjährige Ratsmitglied Holstein von „wir“ spricht, meint er den bereits verstorbenen Bürgermeister Heinrich Beißner und den Fraktionschef der CDU, Paul-Werner Grewe.

Angeschrieben wurden 16 Städte, die in Frage kamen. „Aus sieben Städten erhielten wir Antworten“, erklärt Fritz Holstein. Aus Gransee sei nicht nur eine Antwort gekommen, sondern auch gleich der Wunsch geäußert worden, einen Termin zu einem Treffen zu vereinbaren. Gesagt, getan. Die Freunde aus Gransee, darunter Detlef Zitzmann und Peter Gogel, kamen wenig später nach Hessisch Oldendorf.

Nun begann die politische Diskussion: Nur eine freundschaftliche Beziehung wollten Paul-Werner Grewe, Heinrich Beißner und ihre Parteikollegen der CDU. Fritz Holstein und die SPD-Stadtratsmitglieder forderten die Partnerschaft, die schließlich auch unterzeichnet werden konnte, da zwischenzeitlich die SPD im Hessisch Oldendorfer Rat das Sagen hatte. Die Verwaltungshilfe lief schnell an. Der Kämmerer und spätere Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann, Ulrich König, der heutige stellvertretende Verwaltungschef Frank Werhahn, Susanne Hellmann und einige mehr aus dem Hessisch Oldendorfer Rathaus fuhren nach Bedarf ins Brandenburgische. „Es ging darum, den Kollegen Anregungen und Hilfestellung zu geben“, betont Frank Werhahn. Aus Gransee kamen Verwaltungsmitarbeiter nach Hessisch Oldendorf, um den Kollegen über die Schultern zu schauen.

Auch auf der Vereinsebene wurden Freundschaften geschlossen, wie Walter Stock betont. Sein SPD-Parteikollege, der Vorsitzende des VfL Hessisch Oldendorf, Walter Eikmeier, war oft in Gransee. „Meist mit dem Schützenverein, dann mit VfL-Handballern, den Leichtathleten, der Wandergruppe und mit der Baxmann-Kapelle“, erzählt er. Besonders stolz ist Walter Eikmeier auf die Ehrenmitgliedschaft, die ihm im Jahr 2001 beim 150-jährigen Jubiläum des Schützenvereins Gransee verliehen wurde.

Walter Eikmeier wünscht sich heute, dass die Partnerschaft mit noch mehr Leben erfüllt wird. Fußballer des TuS Hesissch Oldendorf und Tischtennisspieler pflegten die Partnerschaft viele Jahre, die Arbeitsgemeinschaft 60plus war häufig in der Partnerstadt. Doch der Elan der ersten Jahre scheint zu erlöschen. „Wir werden immer älter, vor allem die jungen Leute sollten sich mehr besuchen“, wünscht sich Walter Eikmeier. Seine Anregung: „Vielleicht ein Aufgabenfeld für die Stadtjugendpflege.“

20 Jahre Partnerschaft – am heutigen Sonnabend kommt eine Delegation aus der Stadt am See nach Hessisch Oldendorf. Das umfangreiche Programm für die Gäste, inklusive einem Besuch der Schillat-Höhle und einer ausgedehnten Fahrt durchs Stadtgebiet, klingt morgen aus.



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