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Der Anteil erneuerbarer Energien wächst seit 2007 stetig / Stadt liegt weit über Bundesdurchschnitt

Hessisch Oldendorf wird „grüner“

Hessisch Oldendorf. 60 Prozent verbrauchter Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2035 – mit dem Ausstieg aus der Atomkraft hat die Bundesregierung vor drei Jahren ehrgeizige energiepolitische Ziele verkündet. Würden alle Kommunen in Deutschland ihre eigene kleine Energiewende in dem Tempo vorantreiben, in dem es die Stadt Hessisch Oldendorf tut, dürfte dieses Ziel bereits weit vor 2035 erreicht sein: 62,7 Prozent des in Hessisch Oldendorf und seinen acht Ortschaften und 24 Ortsteilen verbrauchten Stromes stammte 2012 aus regenerativen Energiequellen. Und nicht nur das: In insgesamt 316 Biogas-, Photovoltaik-, Wasserkraft- und Windenergie-Anlagen wurde dieser Strom direkt auf dem Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet erzeugt. Das geht aus dem „Energiebericht 2013 für die Stadt Hessisch Oldendorf“ hervor, den der regionale Stromnetz-Betreiber Westfalen Weser Netz AG Ende des Jahres veröffentlichte und der kürzlich den Mitgliedern des Ausschusses für Bau, Umwelt, Feuerschutz und Energiemanagement vorgestellt wurde.

veröffentlicht am 18.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 09:16 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Der weitaus größte Anteil des verbrauchten Stromes wurde in den sechs Biogasanlagen produziert, die im Stadtgebiet stehen; 25 486 Megawattstunden oder 57,2 Prozent am Gesamtstromabsatz bilanziert die Westfalen Weser Netz AG. Auf Platz zwei und drei folgen Strom aus Windenergie (11 527 Megawattstunden beziehungsweise 25,8 Prozent) und Photovoltaik (7520 Megawattstunden beziehungsweise 16,9 Prozent). Strom aus Wasserkraft machte nur einen verschwindend geringen Anteil von 0,1 Prozent aus. Im Vergleich zum Vorjahr speiste Hessisch Oldendorf 2012 genau 8792 Megawattstunden mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen ins Stromnetz ein. 50,5 Prozent hatte der Anteil am Gesamtverbrauch 2011 betragen, 2010 waren es 48,31 Prozent, 2007 noch rund zwölf Prozent.

Im deutschlandweiten Vergleich steht die Stadt damit gut da: 26 Prozent der erneuerbaren Energien im Bundesgebiet wurden 2012 durch Biomasse erzeugt, 35 Prozent durch Windräder, 21 Prozent durch Solaranlagen und 16 Prozent wurden mittels Wasserkraft gewonnen. Insgesamt lag der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland bei 23 Prozent. Im gesamten Netzgebiet der Westfalen Weser Netz AG, das von Marsberg im Süden bis nach Petershagen und Wunstorf im Norden reicht, von Alfeld im Osten bis nach Spenge im Westen und insgesamt 31 500 Kilometer umfasst, sehen die Zahlen etwas besser aus: 29 Prozent betrug der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtverbrauch hier, den größten Anteil machte auch hier die Windenergie aus (43 Prozent), gefolgt von Biogas (37 Prozent) und Photovoltaik (18,3 Prozent).

„Wir streben an, den Anteil der Erneuerbaren weiter zu steigern“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter Wirtschaft und Bauen im Hessisch Oldendorfer Rathaus, Heiko Wiebusch. „Das Ziel der Bundesregierung für 2035 haben wir bereits jetzt mehr als erfüllt, unser Ziel ist es, irgendwann zu 100 Prozent regenerativ zu sein.“ Wiebusch geht allerdings nicht davon aus, dass hierfür noch viele weitere Anlagen gebaut werden müssen. „Ich denke, dass die Optimierung über intelligentere Steuerung und Technik erfolgt“, sagt er.

Von den zehn Windrädern, die die Westfalen Weser Netz AG in ihrem Energiebericht aufführt, stehen übrigens nur sieben auf dem Stadtgebiet von Hessisch Oldendorf. „Die drei weiteren Windräder befinden sich an der Grenze zu Aerzen, genau genommen sogar auf Aerzener Gemeindegebiet“, sagt Wiebusch.

Die Westfalen Weser Netz AG rechnet die Anlagen allerdings zu Hessisch Oldendorf, da die Netze den erzeugten Strom ins Stadtgebiet weiterleiten. Ohne diese drei zusätzlichen Windräder läge der Anteil regenerativer Energien am Gesamtstromverbrauch nur bei 54,4 Prozent – und damit aber noch immer weit über dem Bundesdurchschnitt.



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