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Stadt erwägt Kauf von Schrotthäusern

Hessisch Oldendorf reißt ab

Hessisch Oldendorf. Im Rathaus gibt es Überlegungen, marode Immobilien zu kaufen und abzureißen. Damit soll verhindert werden, dass Gebäude verfallen und das Stadtbild verunstalten. Bauamtsleiter Heiko Wiebusch bestätigte gestern auf Anfrage, dass sein Fachbereich entsprechende Pläne erarbeite. Mehr wollte er nicht sagen.

veröffentlicht am 30.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Wiebusch betonte, dass der Abriss von Schrottimmobilien nur ein Teil der Überlegungen und auch nur der letzte Schritt sei. Die Stadt könne und wolle nicht massiv in den Immobilienmarkt eingreifen. Sollte der Plan in die Tat umgesetzt werden, dürfte es also die Ausnahme sein, dass Häuser im Auftrag der Stadt dem Erdboden gleichgemacht werden. Schließlich hat Hessisch Oldendorf nicht das Geld, um in großem Umfang Immobilien zu kaufen und deren Abriss zu bezahlen.

Die Idee ist Teil der Stadtentwicklung. Der Rat hatte im Sommer beschlossen, ein Konzept auf den Weg zu bringen. Es soll die Entwicklung für die nächsten zehn Jahre festlegen. „Gerade vor dem Hintergrund der erforderlichen Haushaltskonsolidierung und den Herausforderungen des demografischen Wandels ist es wichtig, Schwerpunkte bei der Stadtentwicklung zu setzen und zugleich Fördermittel für die Umsetzung von Projekten einzuwerben“, hatte Bürgermeister Harald Krüger (SPD) einst gesagt. Prognosen gehen davon aus, dass die Stadt bis 2030 zwölf Prozent der Einwohner verlieren wird. Derzeit leben rund 18 500 Menschen in Hessisch Oldendorf.

Wiebusch sagte, dass sich der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur bei seiner nächsten Sitzung mit dem Plan auseinandersetzen werde. Das Gremium kommt voraussichtlich Anfang Dezember zusammen. Die Rathausmitarbeiter werden den Politikern dann ihre Vorschläge präsentieren, bevor SPD, Grüne und CDU beraten, ob sie den Anregungen folgen und wie viel Geld sie dafür ausgeben möchten.

Zumindest die CDU hat sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt. Ergebnis: Grundsätzlich sind die Christdemokraten offen für den Plan. Die Partei hatte bereits bei zurückliegenden Beratungen über den Haushalt darauf gedrungen, mehr Geld für das Thema Stadtentwicklung auszugeben. Nach Informationen dieser Zeitung könnten künftig mehrere 10 000 Euro pro Jahr in das Programm fließen, das als einen Baustein auch den Abriss von Schrotthäusern vorsieht.

Städte und Gemeinden kaufen hin und wieder einzelne verfallene Immobilien und lassen sie abreißen. Die niederländische Stadt Rotterdam hatte in den vergangenen zehn Jahren 150 Häuser in einem Problembezirk gekauft und günstig an Bauinteressierte abgetreten. Ein ähnliches Projekt wurde kürzlich auch in Gelsenkirchen diskutiert.

Im Rathaus gibt es Überlegungen, marode Immobilien zu kaufen und abzureißen. Bauamtsleiter Heiko Wiebusch bestätigte gestern auf Anfrage, dass sein Fachbereich an entsprechenden Plänen arbeite.

Dana



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