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Warum die Zahl der Bauvorhaben deutlich steigt

Hessisch Oldendorf macht Boden gut

Hessisch Oldendorf. Die Zahl der Bauvorhaben von Ein- und Mehrfamilienhäusern in der Kernstadt ist im laufenden Jahr deutlich gestiegen. Dies geht aus Daten der Sparkasse Weserbergland hervor.

veröffentlicht am 22.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Im Baugebiet Rosenbusch zählte die Sparkasse bislang sieben neue Bauvorhaben. „Dabei entfiel im ersten Halbjahr 2014 nahezu jeder fünfte Bauplatzverkauf im Landkreis Hameln-Pyrmont auf dieses Baugebiet“, sagte Günter Hellmich, Geschäftsführer der Finanzservices GmbH der Sparkasse Weserbergland, auf Anfrage dieser Zeitung. Zusätzlich verkaufte die Sparkasse in diesem Jahr nach eigenen Angaben auch einen Bauplatz im Baugebiet „An der Schule“ in Hemeringen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2013 verkaufte die Sparkasse im Baugebiet Rosenbusch zwei Bauplätze, in Hemeringen waren es sechs. Dieses Baugebiet verfügt über 20 Bauplätze. Neun davon sind verkauft, sechs reserviert. Das Baugebiet Rosenbusch verfügt über 101 Grundstücke, davon sind noch 35 Bauplätze frei.

Dass die Sparkasse im Baugebiet Rosenbusch mehr Bauplätze verkaufte, liegt an zwei Gründen. Erstens: „Die aktuell günstigen Konditionen – für den Bauplatz wie für sämtliche Finanzierungswünsche – haben sich positiv auf die Vermarktung unserer Baugrundstücke ausgewirkt“, sagte Hellmich. Er meinte damit die derzeit niedrigen Zinsen, die Bauherren die Entscheidung erleichtern, sich Geld für den Hausbau zu leihen. Ein zweiter Grund ist, dass die Stadt derzeit die Bebauungspläne anpasst. Diese seien nämlich „teils recht betagt“, sagte Hellmich. Der Bebauungsplan enthält unter anderem Vorschriften zur Gestaltung, wie Neubauten aussehen dürfen, also Vorgaben insbesondere für Dachform, Dachfarbe, Fassadenfarbe und Materialien.

„Wir sehen keinen Handlungsbedarf“

Die geltenden Regeln für das Baugebiet Rosenbusch sind 14 Jahre alt. Die Stadt Hessisch Oldendorf ist derzeit dabei, die Vorschriften dem „sich gewandelten, allgemeingültigen Architekturstil“ anzupassen. Am 27. November wird der Rat über das Thema entscheiden.

Dabei beschränkt sich der Trend, Bauplätze zu verkaufen, offenbar nicht ausschließlich auf Hessisch Oldendorf. „Nach unserer Kenntnis gab es neben dem Stadtgebiet Hessisch Oldendorf noch in Hameln nennenswerte Nachfrage im Baugebiet ,Hottenbergsfeld‘ sowie in unserem eigenen Baugebiet in Tündern“, sagte Hellmich. „In Tündern konnten wir insgesamt zehn Grundstücke in diesen beiden Jahren verkaufen und haben nur noch einen Bauplatz im Angebot.“

Und wie sieht die Zukunft aus? Wird die Sparkasse Weserbergland demnächst weitere Baugebiete eröffnen? In Hessisch Oldendorf wohl zumindest vorerst nicht. „Neue interessante Vorhaben werden wir immer gewissenhaft prüfen“, sagte Hellmich. „Allerdings sehen wir aktuell aufgrund vorhandener Baugrundstücke im städtischen Bereich keinen akuten Handlungsbedarf.“

Die Finanzservices GmbH ist einer der größten Immobilienmakler und einer der bedeutendsten Erschließungsträger für Wohn- und Gewerbegrundstücke in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden. Insgesamt vermarktet die Finanzservices GmbH derzeit 13 Wohngebiete.

Im Jahr 2013 waren im Rathaus der Stadt Hessisch Oldendorf insgesamt 91 Bauanträge eingegangen. Dabei handelte es sich meistens um Aus- und Umbauten von Wohnhäusern und Gewerbebauten sowie die Errichtung etwa von Garagen und Carports. Für den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern wurden insgesamt 16 Bauanträge gestellt, das waren genauso viele wie im Jahr 2012. Gezählt wurden dabei auch Bauplätze, die Konkurrenten der Sparkasse vermarkten.



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