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Drei Stunden Musik mit PrimeTime

Hessisch Oldendorf hat den Blues

PrimeTime haben den Blues im Blut – und zeigen das beim Auftritt im Kultourismusforum.

veröffentlicht am 29.10.2017 um 14:48 Uhr

PrimeTime haben den Blues im Blut. Peter Höxter (Mitte hinten) schnappt sich einfach mal die Mundharmonika. Foto: BOH
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Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Jimi Hendrix hatte ihn, J. J. Cale auch, Gary Moore sowieso und selbst Otis Redding oder auch die Beatles zelebrierten ihn in einzelnen Songs – den Blues. Aber man muss gar nicht so weit gehen, geschweige denn über den großen Teich schwimmen, um guten Blues oder Rock zu hören. Es reicht ein Besuch im Kultourismusforum. Natürlich nur dann, wenn dort die Großenwiedener Formation PrimeTime auftritt. Grundsoliden ehrlichen und vor allem erdigen Blues hat sich das Trio auf die Fahnen geschrieben. Und liefert knapp drei Stunden einen Augen- und Ohrenschmaus ab, der sich absolut gewaschen hat. Die Jungs verstehen ihr Handwerk: Stephan „Dackel“ Stemme am Bass, Rainer Julitz am Schlagzeug und Michael Boden (Gesang und Leadgitarre) zeigen, wo der musikalische Hammer hängt und begeistern mit blitzsauberen melancholischen bis krachenden Arrangements lässig und cool von der ersten Minute an. Immer ganz dicht am und vor allem mit dem Publikum. Wenn sich dann noch Gastmusiker Peter Höxter die Mundharmonika zwischen die Lippen klemmt, kommt man aus dem Schwelgen kaum heraus. Fest im Griff hat Rainer Julitz seine Schießbude – beim fünfminütigen Schlagzeugsolo bekommt er zu Recht Sonderapplaus. Für den nötigen Groove sorgt Stephan Stemme. Sein Bassspiel ist versiert, nahezu perfekt mit klarer musikalischer Linie. Doch Vorsicht – der vermeintlich ruhige Schein trügt, spätestens dann, wenn er sich akustisch im Solo auf dem Bass austobt. Gleiches gilt ebenfalls für Michael Boden, der nicht nur meisterhaft die Gitarre beherrscht, sondern auch durch seine unverwechselbare Rockröhre einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Und spätestens im Duett mit Rainer Julitz wird gewaltig an der Gefühlsschraube gedreht. Bestes Beispiel: Der Beatles-Klassiker „Ticket to ride“. Eine gnadenlos gute Verbeugung vor den „Fab Four“, von PrimeTime mit vorsichtigen aktuellen Musikakzenten ins Hier und Jetzt katapultiert. Was natürlich ebenso wie bei den vielen anderen Songs von den Doors über J. J. Cale bis hin zu Gary Moore für Szenenapplaus sorgt. Wen wundert’s daher, dass die Gäste lautstark Zugaben fordern – und diese auch bekommen.

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