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Nachfrage nach Fläche schreckt Dorfbewohner auf / 80 Zuhörer in Ortsratssitzung auch wegen Bau des Kindergartens

Hemeringer sind geteilter Meinung über Supermarkt

Hemeringen (pj). Zwei Themen waren es, die rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörer zur öffentlichen Sitzung des Ortsrates Hemeringen-Lachem kommen ließen. Viele Hemeringer waren aufgeschreckt worden, denn man erzählte sich, dass am Ortseingang ein Supermarkt gebaut werden soll. „Bei mir hat man nach dem Besitzer der Fläche gefragt“, bestätigte Angelika Rieke. Bürgermeister Harald Krüger versuchte zu beruhigen, da man erst am Anfang stehe und bisher nichts entschieden sei. Das zweite Thema, das in Hemeringen auf großes Interesse trifft, ist der geplante Bau des Kindergartens mit Krippe.

veröffentlicht am 10.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 14:21 Uhr

Gespannt verfolgen die Zuhörerinnen und Zuhörer die Sitzung des
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Bedenken wegen des Kindergartendachs

Martina Kexel von der Stadtverwaltung stellte die von den Architekten Hans Jäger und Reiner Meßmann erarbeiteten Pläne für den Kindergarten und die Krippe vor, die neben der Schule entstehen sollen. Ebenso wie die Fachausschüsse nahmen die Ortsratsmitglieder den erweiterten Plan mit einer Küche, aus der auch eine Ganztagsgruppe und die Schulkinder einer Ganztagsschule versorgt werden können, zustimmend zur Kenntnis. Allein die Dachkonstruktion wird kritisch gesehen. Der stellvertretende Ortsbürgermeister Heinz-Otto Hoppe (CDU) sagte: „Ich hoffe, dass der Neubau durch das Dach nicht zur Tropfsteinhöhle wird.“ Auch sein Fraktionskollege Willibald Piegsa erinnerte daran, dass auch die Hemeringer Turnhalle ihren Schwachpunkt im Flachdach habe. Bürgermeister Harald Krüger beruhigte die Politiker und erklärte: „Vor der Ausschreibung werden wir uns noch von dem in Hessisch Oldendorf arbeitenden Innungsmeister der Dachdeckerinnung beraten lassen.“

Auf die energetische Ausstattung des Kindergartens ging Klaus Brzesowsky (SPD) ein. Bürgermeister Krüger bestätigte, dass die Außenwände und das Dach eine 16 bis 18 Zentimeter dicke Dämmung erhalten. Die Berechnung der Energiekosten ergab eine Ausgabe von 800 Euro im Jahr. Für eine Solaranlage seien 25 000 Euro aufzuwenden, was sich in den nächsten 20 Jahren nicht rechne, wie der Bürgermeister erklärte. Allerdings wurde von Klaus Brzesowsky angeregt, über ein Blockheizkraftwerk nachzudenken, da damit Kindergarten, Schule und Sporthalle versorgt werden könnten.

Dass in Hemeringen ein Supermarkt gebaut werden könnte, wird von den Dorfbewohnern unterschiedlich gesehen. Als vor einem Jahr das Einzelhandelskonzept für Hessisch Oldendorf vorgestellt wurde, stellte sich heraus, dass nur 64 Prozent der Kaufkraft in der Stadt bleiben. Vor allem „der Südweserbereich ist unterversorgt mit Dingen des täglichen Bedarfs“, führte Harald Krüger aus, der bestätigte, dass Politiker und Stadtverwaltung auf Standortsuche seien. Für einen Markt kämen Heßlingen, Fuhlen oder Hemeringen infrage. Nach Stimmen, die gegen die Ansiedlung eines Marktes in Hemeringen sind, bekam Hans Joachim Grote (CDU) viel Beifall, als er betonte, dass die Hemeringer „Interesse daran haben müssen, einen Großteil ihres Bedarfs im Ort zu decken.“ Er sieht die kleinen Geschäfte keineswegs bedroht und erinnerte an Fischbeck, wo es Supermarkt, Schlachter, Bäcker und andere Geschäfte gibt. Für Ortsbürgermeister Otto Deppmeyer steht fest: „Würde ich einen Supermarkt bauen, dann in Hemeringen.“



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