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Hemeringer haben die Nase voll von der Ökoenergie

Hemeringen (ll). Gerd Hundertmark jun. hat die Nase voll: Für ihn klafft ein tiefer Graben zwischen Anspruch und Realität. Der geballten Ökoenergie am Hemeringer Kreisel, wo Strom und Wärme mittels Sonne, Wind und Biogas produziert werden, steht er nicht erst seit der Inbetriebnahme der Anlagen kritisch gegenüber. „Es stinkt“, lautet sein Urteil.

veröffentlicht am 06.10.2009 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 03:41 Uhr

Kläranlage
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Hemeringen (ll). Gerd Hundertmark jun. hat die Nase voll: Für ihn klafft ein tiefer Graben zwischen Anspruch und Realität. Der geballten Ökoenergie am Hemeringer Kreisel, wo Strom und Wärme mittels Sonne, Wind und Biogas produziert werden, steht er nicht erst seit der Inbetriebnahme der Anlagen kritisch gegenüber. „Es stinkt“, lautet sein Urteil.
 Bereits vor Baubeginn hatte der Hemeringer seine Bedenken und Einsprüche gegen die Produktionsstätten geäußert – ohne Erfolg. Anerkennend erläutert Hundertmark zwar, dass Grenzwerte in Sachen Geräusch- und Geruchsbelästigung eingehalten würden: „Es riecht aber erheblich - und das jeden Tag“, sagt der Hemeringer, der mit seiner Beschwerde nicht allein da steht. Besonders schlimm sei es bei Ostwind. Und nach Hundertmarks Befinden sei vor allem die Lagerung der Maissilage auf dem Gelände der Biogasanlage die Ursache für den anhaltenden Geruch. Etlichen Anliegern im Hemeringer Unterdorf ginge es ganz genauso, wie Hundertmark jr. berichtet.
 In der Nutzung regenerativer Energien sieht Gerd Hundertmark jr. indes keine negative Entwicklung. Wenn da nicht die Einschränkungen wären, die die Lebensqualität im Hemeringer Wohnumfeld beeinflussen würden. Denn neben der Geruchsbelästigung hätten die Hemeringer besonders mit Krach durch an- und abfahrende Lastkraftwagen zu kämpfen. Weiterer Kritikpunkt in Sachen Lärm: Zwar seien die Windkrafträder am Hemeringer Kreisel geräuschoptimiert. Dies gelte aber lediglich an Tagen mit schwachen Windstärken. Bei Starkwind ertöne durch Motorgeräusche ein „ständiges Rauschen und Schlagen“ – für Gerd Hundertmark jr. eine erhebliche Belästigung.
 „Es ist so, als würden Flugzeuge durch den Garten fliegen“, kritisiert er.

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