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Freiwillige Feuerwehr Krückeberg wird 90 Jahre / Festprogramm am Samstag

Hausbrand sorgte für Feuerwehr-Gründung

KRÜCKEBERG. Meterhohe Flammen schlagen am 28. November 1928 aus dem Haus Krückeberg Nummer 7. Mit Wassereimern bewaffnet versuchen die Dorfbewohner das Feuer zu bekämpfen, doch ihr Einsatz ist vergeblich – das Haus der Familie Claus ist nicht zu retten. „Noch am selben Tag wurde in Krückeberg beschlossen eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen“, berichtet Fritz Claus, Enkel des Hausbesitzers.

veröffentlicht am 29.08.2018 um 13:34 Uhr

Dieses Haus brannte am 28. November 1928 ab und sorgte für die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Krückeberg. foto: Pr
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Annette Hensel Reporterin
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Zwei Wochen später gründeten 30 Dorfbewohner die Ortswehr, erster Ortsbrandmeister wurde Ferdinand Biermann. Um die Truppe löschtechnisch gut auszustatten, spendeten viele Krückeberger für den Erwerb einer Motorspritze im Wert von 4465,78 Mark, deren Vorderwagen aus dem Ersten Weltkrieg stammte. Noch heute ist sie in Besitz der Wehr.

Unter den neuen Ortsbrandmeistern Friedrich Franz und Heinrich Ehrhardt wurde ein Feuerwehrhaus gebaut und Ende 1951 eingeweiht. Mit 18 Wehren und drei Kapellen zogen die Krückeberger anlässlich des 25jährigen Bestehens ihrer Ortswehr durch das Hohensteindorf, zwei große Festzelte waren auf der Wiese von Erich Pape aufgebaut. „Für das Katerfrühstück am Montagmorgen im Zelt wurde Wurst im Dorf gesammelt“, erzählt Fritz Claus, der heute zur Altersabteilung gehört.

Kraftraubend und schwierig gestaltete sich für die Freiwilligen der Einsatz nach dem Dammbruch in Fischbeck 1966. „In unserem Dorf hatten wir Anfang der 90er Jahre drei Großeinsätze: 1991 beim Großbrand von Schneiders Scheune (eine Million D-Mark Schaden), 1992 beim Feuer in einem Haus, in dem Asylanten lebten und und 1995 beim Großbrand von Papes Leibzuchtsgebäude“, berichtet der amtierende Ortsbrandmeister Thomas Feininger. Kurz zuvor hatte die Wehr eine neue Tragkraftspritze und ein Tragkraftspritzenfahrzeug erhalten.

Für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses krempelten 1997/98 nicht nur viele Aktive die Ärmel hoch. Anfang 1999 fand die Schlüsselübergabe statt, 2013 wurde eine Seite des Hauses noch überdacht.

Zum 90jährigen haben sich die Organisatoren ein vielseitiges Programm ausgedacht: Es startet am Samstag, 1. September mit jeder Menge Spaß für die jüngsten Gäste, auf die von 14 bis 17 Uhr Hüpfburg, Kinderschminken, Basteln und Feuerwehrspiele warten. Zugleich stehen Mitmachaktionen, eine Diashow sowie Showübungen mit Simulation eines Fettbrandes und Menschenrettung aus einem Fahrzeug auf dem Plan. Von 15 bis 17 Uhr gibt es zu Liedern der Forellentaler Blasmusik Kaffee und Kuchen.

Daran schließen sich der offizielle Empfang der Wehren und der Festakt an, bevor das DJ Project Rascal ab 19 Uhr bis in den Morgen einheizt. Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt.



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