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Hass auf Vater? Tochter soll Mordauftrag erteilt haben

Hessisch Oldendorf (ube). Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen die Tochter (27) eines Hessisch Oldendorfer Unternehmers (60) – „wegen Verdachts auf Verabredung zu einem Verbrechen“. Das bestätigte der für Kapitaldelikte wie Mord und Totschlag zuständige Staatsanwalt Udo Vennewald auf Anfrage unserer Zeitung.

veröffentlicht am 27.03.2009 um 18:21 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 15:41 Uhr

Mordauftrag Opfer
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Hessisch Oldendorf (ube). Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen die Tochter (27) eines Hessisch Oldendorfer Unternehmers (60) – „wegen Verdachts auf Verabredung zu einem Verbrechen“. Das bestätigte der für Kapitaldelikte wie Mord und Totschlag zuständige Staatsanwalt Udo Vennewald auf Anfrage unserer Zeitung. Die Frau soll im Bielefelder Milieu Auftragskiller angeheuert haben. „Für 20 000 Euro“, sagt Rechtsanwalt Karl-Josef Müller V von der renommierten Kanzlei Willig, Koch &  Kollegen, „sollte mein Mandant von zwei gedungenen Mördern getötet werden“. Die Männer bekamen jedoch kalte Füße, stellten sich bei der Polizei und legten ein Geständnis ab. Noch hält sich die Staatsanwaltschaft mit Details zurück. „Es ist ein laufendes Verfahren“, sagt Vennewald. Frühestens in zwei, drei Wochen könne er sagen, ob und weswegen Anklage erhoben werde.
Der angebliche Mordauftrag der Tochter soll Höhepunkt eines bizarren Rosenkrieges sein, der zwischen dem Geschäftsmann und seiner inzwischen von ihm getrennt lebenden Ehefrau entbrannt ist. Otto L. (Name geändert) sieht sich als Opfer, „das mit allen Mitteln in die Knie gezwungen und einfach nur fertig gemacht werden soll“. Die Polizeiinspektion Hameln und die Staatsanwaltschaft Hannover bearbeiten derzeit 21 Strafanzeigen. „Elf richten sich gegen die Frau, acht gegen die Tochter und zwei gegen den Mann“, sagt Oberstaatsanwältin Irene Silinger. Es gehe um Diebstahl, Urkundenfälschung, Betrug, Unterschlagung und Sachbeschädigung. Anklagen sind bislang nur gegen die Noch-Ehefrau erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft wirft der 53-Jährigen neben „Hausfriedensbruch und rechtswidrigen Löschens von Daten“ auch zweifache Urkundenunterdrückung vor. Anneliese L. (Name geändert) soll sich ohne Wissen ihres Mannes die Fahrzeugbriefe seiner beiden Autos angeeignet haben und diese bei der Zulassungsstelle zunächst auf ihren Namen um- und wenig später abgemeldet haben. Da die Wagen nicht sonderlich viel wert sind, glaubt Otto L. das Motiv der Tat zu kennen: „Meine Frau will mich lahmlegen und meinen Betrieb kaputt machen, denn ohne meine Autos bin ich nicht mobil und kann keine Kundenbesuche machen.“



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